Henriks Welt

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Aktuell >> Der nicht enden wollende Krieg

SoldatenKriege gibt es viele und nicht alle werden auf dem Schlachtfeld geführt; doch haben in der Regel diejenigen, die auf Schlachtfeldern geführt werden eines gemeinsam, sie enden eines Tages. Doch nicht in jedem Fall ist das so, denn der erste Weltkrieg ist keineswegs beendet.

Anfang 2008, genauer am 01. Januar, starb Dr. Erich Kästner, nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter, dem berühmten Schriftsteller. Herr Dr. Kästner war der letzte deutsche Veteran des ersten Weltkriegs und wurde 107 Jahre alt. Am 10. März 1900 geboren zog der junge Erich bereits 1914 in den Krieg, der in der Folge 9 Millionen Menschen das Leben kostete, und diente in den kaiserlichen Armeen an der Westfront.

DolchstoßSein Tod war keiner deutschen Zeitung auch nur eine Randnotiz wert. Als ebenfalls im Januar 2008 der vorletzte französische Veteran im Alter von 110 Jahren starb, wurde er in sämtlichen nennenswerten französischen Tageszeitungen mit Nachrufen bedacht. Dem letzten noch lebenden französischen Veteran wurde durch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ein Staatsbegräbnis zugesichert, was auch den deutschen Medien zu entnehmen war. Hier ist also der große Unterschied im Umgang mit dem Gedenken und letzten Zeitzeugen des 1. Weltkriegs zu sehen. Während in Deutschland weder Bundeswehr, noch Verteidigungsministerium, noch das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam Auskunft darüber geben können, wer an diesem Krieg unter deutscher Führung teilnahm, wird das Ableben der letzten Kämpfer in Frankreich bewußt wahrgenommen.

Das deutsche Schuldtrauma, welches sich lange Jahre auch auf den 1. Weltkrieg bezog, hätte längst revidiert sein müssen. Selbst in den unterwürfigsten aller Geschichtsdarstellungen ist heute "nur" noch von einer deutschen Teilschuld die Rede. Denjenigen, die sich mit der Entstehung des Kriegs befaßt haben, ist schon lange klar, daß die deutsche Seite durch ausländische Kapitalisten in diesen grausamen Krieg getrieben wurde. Somit hätte einem würdigen Gedenken und auch einer möglichst objektiven Geschichtsauffassung nichts mehr im Wege stehen dürfen.

Nun ist mit dem Tod des letzten deutschen Veteranen, so könnten manche meinen, der 1. Weltkrieg doch endlich beendet. Doch dabei wird noch eine Kleinigkeit übersehen:

Deutschland leistet noch immer Reparationszahlungen für den 1. Weltkrieg.

DolchstoßZwar lebt niemand mehr, der an deutscher Seite in diesem Krieg kämpfte, geschweige denn jemand, der in irgendeiner Weise Verantwortung für diesen Krieg gehabt haben könnte, dennoch wird den Siegern noch immer gezahlt. Ein Umstand der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts keineswegs als selbstverständlich angesehen und massiv auf breiter Front bekämpft wurde. In Zeiten der Enkel und Urenkel wird ohne Protest weiter gezahlt und so wird diese Last von Generation zu Generation weitergegeben. Heute stehen noch 86.000.000 Euro an Reparationszahlungen für den ersten Weltkrieg aus, welche bis zum Jahr 2010 getilgt sein müssen.

Angesichts dessen, daß sich im Jahr 2008 ein Mensch im zarten Alter von mindestens 90 Jahren befinden muß, um überhaupt noch den Stempel des Kaisers auf seiner Geburtsurkunde zu haben, sind diese Zahlungen eine bodenlose Frechheit. Sie sind der Beweis, daß sich Deutschland nach wie vor von den Siegermächten diktieren läßt.

Die deutsche Freiheit muß erkämpft werden!

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