Henriks Welt

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Hildesheim >> Brauchtum und Feste
Einleitung | Sehenswürdigkeiten | Daten & Fakten
>>Brauchtum<< | Sagen | Hildesheim vor der Zerstörung

Hinweis vom 29.12.2010: Die Rubrik wird nun umgebaut, vervollständigt und ausführlicher. Dazu bekommen die jeweiligen Bräuche eine eigene Seite und sind in der nachstehenden Auflistung aufzurufen. Die Kurzbeschreibungen werden dann nach und nach entfernt, wenn zu dem Brauch eine ausführlichere Fassung vorhanden ist.

Die hier im Jahresverlauf vorgestellten Feste sind eine kleine Auswahl der vielen Bräuche im Hildesheimer Land. Die kurzen Vorstellungen sind sehr knapp und nehmen daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wintersonnenwenden
Seit jeher wurden auch bei uns Wintersonnenwenden am 21. Dezember, der längsten Nacht im Jahr, gefeiert. Die Feuer werden entzündet, um die wiederkehrende Sonne zu begrüßen, die der Natur wieder Leben einhaucht und das Leben für Mensch und Tier in den warmen Monaten wieder einfacher werden läßt.

Die „Zwölften“
Die langen Nächte (Tag-Nächte), die bis zum 6. Januar gingen, waren magische Tage. Niemand durfte Wäsche aufhängen, da dies zu einem großen Unglück führte. Dafür wurden aber die Obstbäume mit behangen, da dies je nach Stärke des Windes eine reiche Ernte bedeutete. So mancher Orts wurden Geister vertrieben, indem die Menschen Salz und Brot in die Stallungen hingen. Die Brauchtümer waren so unterschiedlich, daß selbst von Dorf zu Dorf andere Riten begangen wurden.

Silvesternacht
Die Neujahrsnacht war ein Fest der Häuslichkeit, so wie der Geselligkeit. Oft verbrachte man den Abend auch in Wirtshäusern. Dort wurde das neue Jahr mit Grog begrüßt und um Mitternacht sprang man von den Stühlen symbolisch in das neue Jahr. Bleigießen war ein beliebtes Mittel, um aus den Formen fantasievolle Deutungen zu lesen. Unglück wurde durch ausgiebiges Schlemmen am Silvesterabend abgewehrt.

Ostern
Ein alter Brauch zu Ostern besagte daß in der Mitternachtsstunde von 24 bis 1 Uhr das „Osterwasser“ durch Mädchen geschöpft wurde. Dabei durfte auf keinen Fall gesprochen werden. Daher war es auch ein beliebter Streich der Jungen, die Schöpferinnen anzusprechen oder zu erschrecken, da das Wasser seine Wirkung verlor, wenn einer der Schöpfenden ein Wort sprach. Das heilige Wasser galt als Medizin und wehrte Geister ab, und wurde das ganze Jahr hinüber aufbewahrt. Auch Osterfeuer waren typisch für diese Region, wobei vielerorts zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Brauch einschlief und erst später wiederentdeckt wurde. Das Ostarafest war das Fest der Fruchtbarkeit, bei dem insbesondere der Hase als Symbol verehrt wurde.

Pfingsten
Pfingstochsen wurden geschmückt und anschließend von dem Schlachter durch den Ort geführt. Wenn man an Wirtshäusern vorbeikam, wurde an die Teilnehmer der Umzüge Gebäck verteilt. Die Menschen zog es zu dieser Zeit aufs Land hinaus, wo man die Feierlichkeiten mit allerlei Pfingstbier genoß.

Sommersonnenwende
Am 21. Juni, dem längsten Tag im Jahr wird die Sommersonnenwende begannen. Dabei wird der Sommer verabschiedet und die kalte Jahreszeit begrüßt. Die Menschen wissen um den stetigen Kreislauf des Lebens, bei dem die Natur zunächst in langen Wintern ruht, um dann wieder mit neuer Kraft zu erblühen.

Die Ernte
Im Hildesheimer Raum begann die Ernte zumeist vier Tage nach der Sommersonnenwende, am 25. Juli. Wenn der Roggen von den Feldern eingeholt wurde, so war der erste Arbeitstag immer ein Dienstag. Dies brachte Glück und eine reiche Ernte.

Ein weiterführendes Buch, welches das Thema weit ausführlicher behandelt, ist:
Sitten und Bräuche im Hildesheimer Land, geschrieben von Gerhard Kraus, Gerstenbergverlag unter der
ISBN 3-8067-8534-1

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