
Die auf germanische Ursprünge zurückgehende Walpurgisnacht stellte ursprünglich ein mit zahlreichen Opfergaben einhergehendes Fest zum Ende des Winters dar; es wurde allerdings auch die Hochzeit Wotans gefeiert.
Die Walpurgisnacht findet mythologisch in der ersten Vollmondnacht zwischen der Frühjahrestagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende statt. Jedoch ist es seit langer Zeit so, dass das Fest immer in der Nacht vom 31. April auf den 1. Mai gefeiert wird.
In dieser Nacht, so wird es erzählt, treffen sich die Hexen am Hexentanzplatz in Thale im Harz, um gemeinsam auf den Brocken zu fliegen, wo sie ein großes Fest feiern und sich mit dem Teufel vermählen. Es gab einige Bräuche, mit denen den Hexen der Flug zum Brocken und der Zugang in die Dörfer erschwert werden sollte. So wurden zum Beispiel Besen versteckt und die Gärten umgegraben, damit die Hexen nicht in die Häuser kommen konnten. Ebenfalls wurden Kreuze an Stallungen gemalt, um Krankheiten und Geister zu verbannen, die die Hexen geschickt haben.
Zur Walpurgisnacht gab es einige Riten, die auch heute noch in den Maibräuchen, vor allem in ländlichen Gebieten fortleben. So zum Beispiel das Maibäumchen, meist eine Birke, welches die jungen Männer ihren Liebsten vor die Tür stellten. Das Maibäumchen war gleichzeitig ein Symbol für Fruchtbarkeit und den heidnischen Weltenbaum.
Auch die sogenannten Hexenfeuer sind weit verbreitet. Hierbei wird ein großes Feuer entfacht, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben. In einigen Fällen wird auch eine Hexenpuppe verbrannt, was heutzutage von einigen Zeitgenossen als diskriminierend empfunden wird. Diese Bräuche haben heute allerdings weniger mit Aberglaube zu tun, sondern ist eher ein Volksfest, das der Brauchtumspflege und dem geselligem Beisammensein dient.
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