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Das Kyotoprotokoll

Wetter Aufgrund der inzwischen bedrohlichenhen Ausmaße der Klimaerwärmung konnten sich viele Staaten dieser Erde auf eine gemeinsame Satzung zur Bekämpfung dieser Umweltprobleme einigen. Dies ist ein historisches Ereignis, da niemals zuvor ein verbindliches, internationales Abkommen zum Umweltschutz beschlossen wurde. Das Kyotoprotokoll ist das Ergebnis langjähriger Verhandlungen zwischen verschiedensten Staaten, deren Treibkraft Deutschland war.

Das Protokoll wurde in Deutschland am 26.02.02 anerkannt, und somit verpflichtete man sich zwischen den Jahren 2008 und 2012 den Ausstoß umweltschädlicher Gase um 21% gegenüber dem Ausstoß von 1990 zu senken. Alle Staaten der EU haben ebenfalls das Protokoll unterzeichnet und dessen Umsetzung geplant. So ist es in Deutschland seit 1990 zu Verringerungen der CO2-Emissionen um etwa 20 Prozent gekommen, jedoch ist diese Entwicklung fast ausschließlich auf den Zusammenbruch der extrem schadstoffreichen Industrie der DDR zurückzuführen. In vielen anderen Gebieten kam es zu geradezu explosionsartigen Steigerungen der Ausstoßmengen. In sofern ist die konkrete Umsetzung der Pläne überaus fragwürdig.

Ein besonderer Widerspruch in dem Umweltprotokoll ist die Möglichkeit des „Emissionshandels“ zwischen den unterschiedlichen Ländern. Für einige Länder wie z.B. Rußland kann das Kyotoprotokoll so zu einem lukrativen Geschäft werden, indem man überschüssige Ausstoßanteile an andere Länder verkauft. Ebenso strittig ist die vorgesehene Möglichkeit für Industrieländer sich Ausstoßanteile zu sichern, indem man Entwicklungsländer hilft, den Emissionsausstoß zu reduzieren. Kritiker befürchten, daß der Effekt zum Umweltschutz ausbleibt, da zu viele Schlupflöcher in dem Protokoll gegeben sind. So soll sich der Temperaturanstieg laut Expertenberechnung durch das Protokoll auch nach optimistischen Vorhersagen nur um 0,1 °C abschwächen. Das wäre ein Tropfen auf den heißen Stein, da der Temperaturanstieg nahezu ungebremst weiter steigen würde.

In Zukunft müssen drastische Maßnahmen in der Verkehrspolitik unternommen werden. Jedoch wird man kaum deutliche Effekte erzielen können, solange der Verbrennungsmotor das gängige Antriebssystem ist. So müßten insbesondere im Flug-, Schiffs- sowie im LKW-Verkehr Alternativen geschaffen werden. Der erste Schritt wäre der Gesinnungswandel der Industrie weg von Öllobby, die immer wieder technische Fortschritte blockiert, um eine maximale Gewinnspanne erreichen zu können.

Sonne Um eine tatsächliche Verbesserung im Klimaschutz zu erzielen, müßten unverzüglich 60 - 80% der Ausstöße verringert werden. Dies wäre selbst in Deutschland dem Vorreiterland beim Umweltschutz nicht möglich, geschweige denn bei den Entwicklungsländern. Die Vereinigten Staaten von Amerika mit dem weltweit höchsten Energieausstoß pro Kopf weigerten sich zusammen mit Australien das Klimaprotokoll umzusetzen. Das ist besonders tragisch, da die USA 40% des weltweiten Energieverbrauchs verschulden.

Ein konsequentes Umsetzen des Kyotoprotokolls ist nicht möglich, da in einigen Ländern der Erde zur Zeit eine Wirtschaftsexplosion eingetreten ist (China, Malaysia usw.), und diese den Emissionsausstoß von 1990 um ein Vielfaches übertreffen.

Das Kyotoprotokoll kann nicht als ein Erfolg zum Schutz der Umwelt betrachtet werden, sondern lediglich als symbolischen Anfang, der allen Ländern dieser Erde die Dringlichkeit zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung des Treibhauseffekts deutlich macht. Ein Umdenken der Menschen ist hierfür unbedingt erforderlich, da sich bei einer weiteren Klimaerwärmung die Lebensumstände deutlich verschlechtern werden. Naturkatastrophen werden die Folge sein, unzählige Tierarten werden aussterben und Menschen werden kaum noch Trinkwasser und Nahrung beziehen können. Angesichts der Bevölkerungsexplosion sind neue Kriege vorprogrammiert.

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