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Hildesheim >> Daten & Fakten
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Brauchtum | Sagen | Hildesheim vor der Zerstörung

Hildesheim liegt in Norddeutschland, im Süden von Niedersachsen. Die nächstgrößere Stadt ist die Landeshauptstadt Hannover. Geschichtlich hatte die Stadt Hildesheim, eine Handwerks-, Kaufmanns- und Bistumsstadt Niedersachsen nachhaltig geprägt. An dem Rande des Innersteberglandes gelegen, liegt die Stadt zum Süden hin wie in einem Kessel, während Richtung Norden die norddeutsche Tiefebene beginnt. Der Fluß Innerste verläuft mitten durch die Stadt, wobei das rechte Ufer stärker besiedelt ist.

Einwohnerzahl: 293.100 im Landkreis Hildesheim; 110.000 Einwohner in der Stadt

Ausländeranteil: In der Stadt Hildesheim leben zur Zeit (Stand 12.2004) 8.931 offiziell gemeldete ausländische Staatsangehörige aus 133 Staaten, wobei die größte Gruppe mit 2.823 Personen (31,61%) aus der Türkei stammt.

Einwohnerdichte: Im Kreis Hildesheim leben 243 Menschen auf einem km² Fläche: Die Bevölkerung verteilt sich auf eine Fläche von 1.206 km².

Bevölkerungsentwicklung: Der Kreis Hildesheim hat im Zeitraum von 1990 bis 2000 einen Durchschnittswert der Geburtenrate von 2,7% (zum Vergleich: Landesdurchschnitt Niedersachsen 7,7%, Bundesmittel 3,4%). Genauer betrachtet lag das Verhältnis der Geburten zu den Sterbefällen im Jahr 2000 bei -2,1 Promill (natürliche Bevölkerungsentwicklung) und das Verhältnis der Zuzüge zu den Fortzügen bei 3,2 Promill (räumliche Bevölkerungsentwicklung).

Klima: Niederschlagsmenge jährlich 550 bis 650mm

Temperaturen: Durchschnittlich zwischen ca. 0,5°C und 17,5°C

Landwirtschaft: Im Gebiet um Hildesheim wird Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Raps und Feldgemüse angebaut. Hierbei nimmt der Weizenanbau den größten Anteil von etwa 50% und die Zuckerrüben mit 22% den zweithöchsten Anteil ein.

Bodenschätze: Um Hildesheim gibt es Steinsalz und Kalisalzlager, sowie mineralische Rohstoffvorkommen im Leinetal. Die Hildesheimer Börde gehört zu den fruchtbarsten Böden Deutschlands und ist weit über die Landesgrenzen Niedersachsens bekannt.

Umliegende Gemeinden: Diekholzen, Bad Salzdetfurth, Schellerten, Harsum, Giesen, Nordstemmen, Gronau / Leine, Betheln und Despetal.

Stadtteile von Hildesheim: Mitte, Neustadt, Nord und Steuerwald, Süd, Ost, Galgenberg und Marienburger Höhe, Drispenstedt, West, Moritzberg, Neuhof und Hildesheimer Wald, Ochtersum, Marienrode, Sorsum, Himmelsthür, Bavenstadt, Einum, Achtum-Uppen, Itzum und Marienburg.

Gründung von Hildesheim: Ludwig der Fromme gründete Hildesheim um 815 nach Christus. Der Grund hierfür war der Verlauf von großen Handelsstraßen, die sich hier kreuzten und eine günstige Fuhrt durch den Fluß Innerste. Diese Aspekte spielten zusammen mit der religiösen Gewichtung eine maßgebliche Rolle in der späteren Handels- und Bistumsstadt. Zunächst entstand die Hildesheimer Altstadt im Bereich der Innenstadt. Später entstand Ende des 12. Jahrhunderts im Jahre 1196 die „Dammstadt“ und es wurde das damalige Moritzklostergegründet. Im 13. Jahrhundert entstand die Neustadt, welche in der Folgezeit mit der Altstadt konkurierte. Dies Endete in der Weihnachtsnacht 1332, da sich die Altstadt der wirtschaftlichen Konkurenz gewaltsam entledigte. Erst im Jahr 1583 konnten sich beide Stadtteile zu einem Hildesheim zusammenschließen und die jahrelangen Konflikte wurden beigelegt. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts verlor der Bischof seine alleinige Macht über die Stadt, da die Bürger erstarkten und ein eigenes Stadtrecht in Kraft treten ließen. Hildesheim wurde zu dieser Zeit stark befestigt und es wurden Stadtgrenzen gezogen. In den folgenden 200 Jahren gab es in Hildesheim ein Machtvakuum zwischen den Bürgern und dem Bischof. Im Jahr 1367 trat die Stadt der Handelsvereinigung der Hanse bei. Im Jahr 1542 kam die religiöse Reformation Martin Luthers in die Bischofsstadt, wobei die Stadt weiterhin Bischofssitz blieb. Erst im Jahr 1803 sollte der Bischof seine Unabhängigkeit verlieren, da Preußen die Herrschaft über Hildesheim übernommen hatte. 1807 konnten die Franzosen die Stadt regieren, doch schon im Jahr 1813 übernahm das Königreich Hannover die Herrschaft. Im Jahr 1885 wurde Hildesheim eine „Kreisfreie Stadt“. Ein besonders schwerer Schicksalsschlag war die Zerstörung Alt-Hildesheims am 22. März 1945. Dabei wurden die in jahrhundertelanger Arbeit geschaffenen Fachwerkhäuser fast vollkommen zerstört. Der Wiederaufbau begann im Jahr 1948, wobei allerdings die volle Pracht der möglicherweise einst schönsten Stadt Norddeutschlands nie wieder hergestellt werden konnte. Im Jahr 1970 wurde Hildesheim zu einer Hochschulstadt, und fünf nur Jahre später ist die Anzahl der Einwohner so stark angewachsen, daß Hildesheim seitdem den Status einer Großstadt hat.

Das Wappen: Die Stadt Hildesheim hat in seinem Wappen einen geteiltem Schild, in welchem sich i m oberen Teil ein Adler mit einer Goldkrone befindet. Der Untere Teil des Schilds ist rot und golden quadriert. Auf dem Schild ist ein gold-rot bewulsteter Stechhelm befestigt, auf dem die Hildesheimer Jungfrau thront. In seiner einfachen Ausführung wir das Wappen auf den Inhalt des Schildes reduziert. Die Flagge Hildesheims ist gelb und rot.

Städtepartnerschaften: Seit 1965 Angoulême / Frankreich; seit 1979 El Minia / Ägypten; seit 1983 Weston-super-Mare / Großbritanien; seit 1988 Padang / Indonesien; seit 1990 Halle an der Saale; seit 1992 Gelendjik / Rußland; seit 1997 North Somerset / Großbritanien und seit dem Jahr 2000 Pavia / Italien.

Ehrenbürger der Stadt: Georg August Kuckuck; 1835 Franz August Hageman / Konrad Rudolf Hoppenstedt; 1845 Carl von Beaulieu-Marconnay; 1854 Gottlob Heinrich Bergmann; 1882 Friedrich Boysen / August Helmer / Herman Roemer; 1888 Conrad Wilhelm Hase; 1892 Friedrich-Wilhelm Schweman; 1909 Dr. Gustav Struckmann; 1911 Heinrich Wilhelm Pelizaeus; 1914 Adolf Bertram; 1918 Dr. Otto Gerland; 1928 Max Leeser; 1933 Adolf Hitler / Paul von Hindenburg; 1934 Hans Kerrl / Hermann Muhs; 1950 Prof. Dr. Johannes Heinrich Gebauer / Dr. Ernst Ehrlicher; 1958 Albin Hunger; 1966 Prof. Sir Hans Adolf Krebs; 1974 Matin Boyken; 1982 Friedrich Nämsch – 1983 distanzierte sich der Stadtrat von der Ehrenbürgerschaft bei Adolf Hitler / Hans Kerrl und Hermann Muhs; 1987 Heinrich Maria Janssen

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