
Am 01.10.05 gab es eine „antifaschistische“ Demonstration unter dem Motto „Schöner leben ohne Naziläden“ in Halberstadt. Diese Aktion richtete sich gegen ein Piercingstudio und einen Bekleidungsladen. Da es im Vorfeld mehrfach Anschläge der linken Szene auf diese Geschäfte gab, wurden Nationalisten aus den umliegenden Regionen um Hilfe gebeten.Der Ansatz war gut, denn es sollte Präsenz demonstriert werden und dem linken Mob gezeigt, daß man sich nicht diffamieren läßt. Leider mußten wir feststellen, daß einige der anwesenden „Kameraden“ stark unter Alkoholeinfluß standen und dadurch bedingt falsch handelten. Was darauf folgte hat nichts mit einem nationalem Verständnis zu tun, geschweige denn mit dem Nationalen Widerstand. Zudem werden sich die Ereignisse negativ auf die politische Arbeit und den Erfolg der beiden Geschäfte auswirken.
Es ist unbegreiflich, wie man sich bei einer öffentlichen Aktion so dermaßen besaufen kann, so daß sämtlicher Menschenverstand auf der Strecke bleibt. Es wurden Polizeiwagen mit Flaschen angegriffen, obwohl sich die Ordnungshüter im Vorfeld mehr als kulant gezeigt und keine Schikanen oder Repressionen durchgeführt haben. Sowohl der Gehweg als auch die Straße waren mit Glasscherben übersäht. Die Vorstellung, die einige „Kameraden“ der Bevölkerung gaben war eine Schande. Natürlich erregen Krawalle das Aufsehen der Anwohner, die dieses Spekatakel sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Das Geschehen erinnerte mehr an randalierende Linksfaschisten, als an eine nationale Aktion.
Wir sahen uns gezwungen uns von diesen Leuten zu distanzieren. Leider wurden unsere vorzeitigen Abreiseversuche von der Polizei blockiert, so daß nichts weiter übrig blieb, als diesem Trauerspiel weiter zuzusehen. Später bekamen wir dann doch die Möglichkeit der Abreise, die wir auch unverzüglich annahmen.
Abschließend möchten wir einige Worte an die hier angesprochenen „Kameradinnen“ und „Kameraden“ richten. Diese gelten sowohl für die am 01.10.05 in Halberstadt Anwesenden, als auch für diejenigen, die sich in anderen Zusammenhängen so oder ähnlich verhalten.
Um in diesem Land wirklich etwas zu verändern, muß unser Widerstand diszipliniert und vor allem politischer Natur sein! Es kann nicht sein, daß einige Leute meinen sie könnten innerhalb weniger Stunden die wertvolle und langjährige politische Arbeit ihrer Kameraden zerstören. Bedenkt bei jeder Handlung, daß die Augen der Bevölkerung auf Euch gerichtet sind, daß sich jedes Fehlverhalten auf die gesamte Bewegung niederschlägt! Euch muß klar sein: Ihr habt Verantwortung! Verhaltet Euch dementsprechend! Jedes andere Verhalten ist zu verurteilen, und bringt unser gemeinsames Ziel von einem besseren Deutschland zum Scheitern!
An diesem Tag haben nicht nur wir uns von diesen Krawallbrüdern distanziert, sondern auch die Ladeninhaber. Es soll angeblich noch 30 Festnahmen und einige beschädigte Autos gegeben haben. Diese Aktion war ein klarer Verlust!
Selbstkritik muß sein. Das unterscheidet uns von den Linksfaschisten.