

Kurz vorm Ende unserer diesjährigen Hermanns-Kampagne beehrt uns nun auch die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ mit einem ihrer wahnsinnig interessanten Artikel. Sie will nun bei der Hermanns-Kampagne „typisch rechtsextreme Rhetorik und Propaganda“ entdeckt haben. Wer will ihr das verdenken, titelt die „Hildesheimer“ mit dem einfallsreichen Slogan „Per Postkarte ins rechte Milieu“. Dubios sei die auf den Postkarten beworbene Netzseite, stellt Deutschlands unparteiischste Tageszeitung fest, ein Urteil dem man trauen darf, druckt die Zeitung doch gleich dazu noch geballtes Geschichtswissen ab. So weiß die „HAZ“ zu berichten, daß die Römer Germaniens Gleichgewicht keineswegs durcheinander gebracht haben, Hermann der Cherusker mitnichten ein Freiheitskämpfer war und natürlich heutzutage Überfremdung ein Hirngespinst sondergleichen ist. Vergessen hat die Zeitung lediglich zu erwähnen, daß die ganz überwiegende Mehrheit der Schweizer total doof und blöd ist.
Dubiose, rechtsextreme, deutschtümelnde, verklärende und etwas eigenwillige Interpreten sind wir, haben wir heute von Hildesheims Vorzeigezeitung gelernt. Und weil das so ist, feilen wir weiter an unserer typisch „rechtsextremen“ Propaganda, damit auch in Zukunft unserer Lieblingszeitung nicht die Lückenfüller ausgehen und Maren Brandenburger vom niedersächsischen Verfassungsschutz auch morgen noch etwas zu tun hat; Arbeitsplatzsicherung in Zeiten der Krise.
Doch es gibt noch ein einziges, klitzekleines, winziges Mysterium, was dem niedersächsischen Verfassungsschutz, der Hildesheimer Polizei aber natürlich auch der HAZ geblieben ist: Wieviele dieser nicht-strafbaren aber durchaus kritisch zu bewertenden
Postkarten sind denn nun im Zuge dieser hinterlistigen, geschichtsverdrehenden Kampagne verteilt worden?
Tja, sagen wir's oder sagen wir's nicht?
Naaagut.
Zudem noch 500 Poster mit dem Postkartenmotiv, welche über Streetwear-Tostedt erhältlich sind.