
Am 16. November 2008, dem Volkstrauertag, wurde an einem Kriegerdenkmal im Landkreis Hildesheim der Toten der Weltkriege, aber auch der Opfer von Vertreibung, Mord und alliiertem Terrorbomber gedacht. Zu diesem Zweck versammelten sich knapp 30 deutsche Menschen aus allen Altersschichten und es freute uns besonders, daß wir auch dieses Mal Zeitzeugen in unsere Mitte wußten. Zunächst wurde Aufstellung genommen, um mit Fahnen und Fackeln vor das Ehrenmal zu ziehen. Nach einer kurzen Begrüßung kam eine Ansprache, in der auf die Heldentaten deutscher Menschen während dieser schweren Zeiten eingegangen wurde. Das Wetter, welches nicht nur sehr kalt, sondern von allem stürmisch war, erschwerte die Trauerveranstaltung, denn das Flattern der Fahnen, sowie das Rauschen der Fackeln verschluckte manches Wort der Reden und sorgte für leichte Irritationen beim Singen der Lieder. Nichtsdestotrotz wurde in der Folge das Treuelied gesungen, worauf ein ergreifender Text über das heldenhafte Ende einer Wehrmachtseinheit im Kampf gegen sowjetische Angreifer folgte. Nachdem das Lied "Ich hatt' einen Kameraden" gesungen wurde, hielten die Trauergäste eine Schweigeminute zu Ehren der Toten.
Ein besonders ergreifender Moment folgte, als eine Zeitzeugin das Wort ergriff um von den Taten der Vergangenheit aber auch von den Aufgaben der Zukunft zu sprechen. Zum Schluß wurde das Deutschlandlied in allen Strophen gesungen, woraufhin sich die Versammelten langsam wieder auf den Heimweg begaben. Dieses Jahr konnte das Heldengedenken in Hildesheim ohne Präsenz der Staatsmacht stattfinden und so war das einzige was die Trauerfeier stören konnte das widrige Wetter. Bedanken möchten wir uns auch noch bei unseren Freunden aus Celle, die uns auch dieses Jahr wieder in Hildesheim unterstützt haben.