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Brauchtum | Sagen | Hildesheim vor der Zerstörung

Hildesheim ist mit seinen 110 000 Einwohnern eine kleine Großstadt in der Mitte Deutschlands. Direkt an der A7 gelegen ist sie gewiß eine Reise Wert. Die Stadt verbindet in einmaliger Weise historische Bauten mit der Moderne einer Großstadt.

Hildesheim hat aufgrund seiner tausendjährigen Geschichte viel zu bieten und wird sogar als das kulturelle Zentrum zwischen Harz, Heide und Weser bezeichnet.

Knochenhauer AmtshausSehenswürdig ist natürlich das berühmte Knochenhaueramtshaus, welches im Jahre 1529 als Innungshaus der Knochenhauer (heute: Metzger) erbaut wurde. Da es durch seine kunstvolle Bauweise und die vielen Verzierungen besticht, wird es als das schönste Fachwerk der Welt bezeichnet. Leider wurde das Haus Opfer des Terror-Luftangriffs vom 22. März 1945 gegen Hildesheim und seine Bevölkerung und wurde vollständig zerstört. Ende der 80er Jahre wurde das Haus jedoch liebevoll rekonstruiert und schmückt seitdem neben dem ebenfalls rekonstruierten, etwas schlichteren Bäckeramtshaus wieder den historischen Marktplatz zu Hildesheim.

Knochenhauer Amtshaus bei NachtBekannt sind auch die vielen außergewöhnlichen Kirchen in Hildesheim, von denen zwei seit 1985 dem UNESCO-Weltkulturerbe angehören. Es handelt sich dabei um den Dom zu Hildesheim und die Michaeliskirche, die beide aus der großen schöpferischen Kunstepoche des Bischof Bernward entstammen. Beide Kirchen wurden wie fast die ganze Stadt zerstört, jedoch konnten viele Kunstwerke und sogar die ganze bemalte Decke der Michaeliskirche während des Krieges in Stollen ausgelagert, und somit gerettet werden. Bei dem Wiederaufbau während der 50er Jahre entschloß man sich jedoch bewußt, die Kirchen schlichter zu gestalten.

Die nicht zerstörte Altstadt Hildesheims befindet sich nahe dem Stadtkern, und besticht mit seinen alten Fachwerkhäusern. In diesen Straßen kann man sich vorstellen, wie Hildesheim vor der Zerstörung ausgesehen haben muß. Besonders sehenswert sind die Straßen Keßlerstraße und die Knollenstraße.

Aber Hildesheim hat noch mehr Seiten: So lädt Sie ein vielseitiges Restaurant und Kneipenambiente ein, schöne Stunden zu erleben.

Zu einem Erlebnis wird auch der Besuch des Museums. Das Römer- und Pelizaeus Museum zeigt dem Besucher die weltberühmte Ägypten Ausstellung, sowie Ausstellungen wechselnder Themen.

Weiterführende Literatur:

“Der Reiseführer Hildesheimer Land”: Hier werden ausführlich die Stadt Hildesheim, sowie zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele im Landkreis, vorgestellt. Erschienen ist der Reiseführer beim Gerstenbergverlag. (ISBN 3-8067-8506-0)
“Aber die Bilder bleiben” ist ein Buch, welches zahlreiche Bilder des alten Hildesheims vor der Zerstörung vorstellt. Der Betrachter erlebt eine Reise in eine Stadt, die man kaum wiedererkennt. Das Ausmaß des Luftangriffs und der damit verbundene kulturelle Verlust werden einem bei einem Vergleich der Bilder mit dem heutigen Hildesheim plastisch vor Augen geführt. Das Buch ist beim Gerstenbergverlag erschienen. (ISBN 3-8067-8104-4)
“Hildesheim im Luftbild” zeigt uns Bilder der 70er Jahre über allen Teilen Hildesheims. Interessant ist der Dorfcharakter einiger Stadtteile im Vergleich zu heute. Das Buch wurde von Friedrich - Wilhelm Reimers erstellt und erschien im Gerstenbergverlag. (ISBN 3-8067-8034-X)
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