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Gedenken >> Herbert Schweiger

Herbert Schweiger


Dem toten Kameraden
von Baldur von Schirach

Herr, dunkel sind uns deine Bahnen:
Dies war ein braver Kamerad.
Nun flattert Flor um unsre Fahnen,
er aber steht bei seinen Ahnen,
ein tapfrer Träger großer Tat.

Wir sind dem Toten fest geschworen,
mit ihm ein Wille und ein Sinn.
Und haben wir ihn auch verloren,
dem Vaterland bleibt er geboren
und spricht im Grabe noch: ich bin.

Am 05. Juli 2011 verstarb im hohen Alter von 87 Jahren der unermüdliche und ungebrochene Kämpfer für Deutschland, Herbert Schweiger, in Neuberg an der Mürz. Der am 22. Februar 1924 in Spital am Semmering geborene Herbert Schweiger betätigte sich als Jugendlicher im deutschen Turnverein und in der Hitlerjugend. Im Alter von 17 Jahren meldete er sich im April 1941 freiwillig zur Waffen-SS , in der er zum Pionier ausgebildet wurde. Zwei Monate später, im Juni 1941, wurde er in die „Leibstandarte Adolf Hitler“ aufgenommen und an der Ostfront eingesetzt. Nach mehreren Verwundungen kam er zur weiteren Ausbildung in die SS-Junkerschule Braunschweig. Dort wurde er im Jahr 1943 zum SS-Untersturmführer befördert, ein Rang, der dem des Leutnants entsprach. Schließlich geriet er zum Ende des Kriegs in amerikanische Gefangenschaft.

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft wurde Herbert Schweiger zunächst in der „Heimkehrer Hilfs- und Betreuungsstelle“ (HHB) aktiv. Im Jahr 1953 wurde er steirischer Landesobmann des FPÖ-Vorläufers Verband der Unabhängigen (VdU). 1956 wurde er FPÖ-Spitzenkandidat in Graz und in den 60er Jahren gründete er den steirischen Landesverband der 1988 verbotenen nationaldemokratischen Partei (NDP). Er galt als Unterstützer des Befreiungsausschuss Südtirol (BAS), der in den 50er und 60er Jahren mit Sprengstoffanschlägen auf Strommasten und faschistische Denkmäler für die Freiheit des bis heute von Italien besetzten Südtirols kämpfte. Während der BAS in Italien als „terroristische und separatistische Bedrohung“ eingestuft wurde, war ihm die Unterstützung der deutschen Bevölkerung in Südtirol und dem österreichischen Nordtirol sicher.

Herbert Schweiger referierte sowohl in Deutschland als auch in Österreich für das Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes (DKEG). Im Jahr 1980 wurde er schließlich Mitglied des Präsidiums des DKEG. Er trat in Deutschland als Referent bei den Hetendorfer Tagungswochen des inzwischen verbotenen Heideheim e.V., bei der Gesellschaft für Freie Publizistik (GfP), dem Freundeskreis Ulrich von Hutten, dem Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB), sowie auf Veranstaltungen der NPD und deren Jugendorganisation JN auf.

Der Philosoph und Schriftsteller Herbert Schweiger verfasste zwischen 1953 und 2007 eine Reihe von Büchern und gab zahlreiche Interviews in diversen Zeitungen und Dokumentationsfilmen. Er geriet immer wieder mit der österreichischen Gesinnungsjustiz in Konflikt und wurde wegen Verstoß gegen das „Wiederbetätigungsgesetz“ zu insgesamt vier Haftstrafen verurteilt. Zuletzt wurde Herbert Schweiger im Jahr 2009 vom Landgericht Klagenfurt aufgrund dieses hoch umstrittenen Gesetzes wegen der beiden Bücher „Deutschlands neue Idee. Nationales Manifest für Deutschland und Europa“ und „Wahre Dein Antlitz“ zu zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt. In Deutschland hingegen ist an diesen Büchern nichts zu beanstanden und einem Indizierungsantrag gegen „Deutschlands neue Idee“ wurde nicht stattgegeben. Im April 2010 wurde das Klagenfurter Urteil vom Oberlandesgericht in Graz bestätigt. Das neue Strafmaß lautete nun 21 Monate teilbedingter Haft, sieben Monate davon unbedingt.

Viele Kameradinnen und Kameraden haben noch den letzten großen Auftritt Herbert Schweigers in Erinnerung, als er auf dem Antikriegstag in Dortmund im Jahr 2008 als Redner zu den Teilnehmern der Demonstration sprach. Mit seiner kräftigen Stimme bedankte er sich bei den jüngeren Kameraden dafür, dass sie den Kampf um Deutschland aufgenommen haben und zollte ihnen Respekt dafür. Dabei war es doch gerade Herbert Schweiger, der stets der Deutschen Jugend über alle Grenzen hinweg ein leuchtendes Vorbild gewesen ist. Sein ganzes Leben, durchbrach er alle Widerstände, die sich ihm entgegenstellten und ließ sich im Kampf um Deutschland weder von seinen Gegnern noch vom Kerker beirren.

Noch im August 2009 sagte Herbert Schweiger: „Wenn ich heute Bilanz ziehe, würde ich alles wieder genauso machen, wie ich es gemacht habe. Ich bereue nichts, was ich getan habe. „Ich bin mir selbst nie untreu geworden“, sagte mein Vater auf dem Sterbebett. So sehe ich es auch. Im übrigen: Wenn man klar Gesicht zeigt, wird man auch vom Gegner respektiert. Der größte Fehler ist es, sich für seine Grundeinstellung zu entschuldigen.“

Unsere stille Anteilnahme gilt seinen Angehörigen und Freunden. Ewig lebt der toten Tatenruhm!

Unvergessen!

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