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Karte Marktplatz

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St. Jakobi

Die Nordwestseite des Marktplatzes wird durch die spätgotische evangelischen Pfarrkirche St. Jakobi abgeschlossen. Sie wurde zwischen 1503 und 1514 erbaut. An ihrer Stelle stand früher eine 1204 erbaute Kapelle von geringer Größe. Sie wurde von den reisenden Kaufleuten genutzt.

Ratsapotheke
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Ratsapotheke

Ratsapotheke Die Hildesheimer Ratsapotheke, heute an der Ecke Rathausstr. / Hoher Weg gelegen, ist eine der ältesten Apotheken Deutschlands. 1318 wurde sie erstmals erwähnt und hatte ihren damaligen Standort in der Kreuzstraße. Seit 1415 ist sie jedoch am Hohen Weg nachweisbar. Früher gehörte sie noch zu der Stadt. Das änderte sich 1862, als sie in privaten Besitz überging. Beim Wiederaufbau Hildesheims wurde der damals so reizvolle Fachwerkbau durch einen Steinbau ersetzt.

Stadtschänke
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Stadtschänke Hildesheim

StadtschänkeSie ist an der Nordseite des Marktplatzes zu sehen und wurde 1666 erbaut. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Fachwerkfassade rekonstruiert. Die typischen Rutschen verzieren es, sonst ist es schlicht und symmetrisch. Seine Räume werden für ein Restaurant der gehobenen Klasse genutzt.

Rokokohaus
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Rokokohaus

Rokokohaus Dieses 1757 errichtete Gebäude ist im Vergleich zu seinen "Nachbarn" reich geschmückt. Es wirkt zwar in der Mitte recht zierlich, doch sticht es mit seiner zartrosanen Farbe und den Verspielungen mit Stuckverzierungen hervor. Außerdem besitzt es ein Dachstübchen. Seine historische Fassade wurde nach der Bombadierung Hildesheims dem Orginal nachempfunden und wiederaufgebaut.

Wollenwebergildehaus
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Wollenwebergildehaus

WollenwebergildehausDas genaue Datum der Errichtung ist leider nicht bekannt, doch ist es sicher, dass es sich um ein Gebäude des 16. Jahrhunderts handelt. Die schlichte Fassade wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der englischen Forte-Hotel-Gruppe aufgebaut. Im Erdgeschoss bietet es heute ein rustikales Lokal mit gemütlicher Atmosphäre.

Knochenhaueramtshaus
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Knochenhaueramtshaus

Knochenhaueramtshaus Das Knochenhaueramtshaus wurde im 16. Jahrhundert von der Fleischergilde erbaut. Daher stammt auch der heute fremdartige Name, welcher nichts weiter als „das Gilde- (Innungs-) haus der Fleischer“ heißt. Da die Knochenhauer zu dieser Zeit die wohlhabendste Handwerkerzunft waren, legten sie besonderen Wert auf die Größe und den Prunk ihres Hauses. So entstand der spätgotische Prachtbau im Jahre 1529, der an Verzierungen und Größe seinesgleichen sucht. Mit einer Höhe von 26 Metern überragt dieses Fachwerkhaus sogar das Rathaus der Stadtväter und symbolisiert so die Macht und das Ansehen, welches von dieser Zunft ausging. Die reichen, lebenslustigen Verzierungen des Gebäudes sind eine künstlerische Meisterleistung und dienten dem Repräsentationsbedürfnis der Knochenhauer.

Im Bereich des Erdgeschosses hatten die Metzger seiner Zeit ihre Stände aufgestellt und es wurde fleißig mit den Bürgern gehandelt, die sich zahlreich in der Diele und im Eingangsbereich drängten. Besonders günstig waren daher die vier großen Kellergewölbe, die als „natürlicher Kühlschrank“ der Lagerung des Fleisches dienten. Die mittleren Stockwerke waren den wohlhabenden Knochenhauern und Bürgern als Festsäle vorbehalten, um dort Tanzveranstaltungen oder Bankette abzuhalten. Ebenso wurden dort die Sitzungen der Gilde abgehalten. Der Dachstuhl des Knochenhaueramtshauses wurde zum Trocknen von Tierhäuten genutzt, die später gegerbt wurden und zur Herstellung von Lederwaren dienten.

Leider wurde das Knochenhaueramtshaus durch den Luftüberfall auf Hildesheim am 22. März 1945 vollständig zerstört. Die Hildesheimer konnten jedoch ihr Prachtfachwerk nie vergessen, und so wurde im Laufe der Jahre der Wunsch immer lauter, das Haus wieder aufzubauen. Im Jahr 1986 wurde mit dem Abriß des Hotels Rose begonnen, das an der Stelle nach dem Krieg erbaut wurde, wo einst das Knochenhaueramtshaus stand. Da man einen möglichst originalgetreuen Zustand des Fachwerks rekonstruieren wollte, verwendete man beim Wiederaufbau nach Möglichkeit alte Materialien, die aus weiten Teilen des Landes beim Abriß ähnlich alter Häuser zusammengesammelt wurden. So wurden Beispielsweise 150 Jahre alte Tonpfannen beim Bau des Dachs verwandt, die von alten Bauernhäusern gesammelt wurden. Dieses Unterfangen stellte sich als besonders schwierig da, da es allesamt unterschiedlich große Ziegel waren. Bis zur Fertigstellung wurden 400 Kubikmeter Eichenholz in 4.400 Verbindungen und 7.500 Holznägel verbaut. Als ein besonderes Hindernis stellte sich der 2,40 Meter hohe Vorsprung im obersten Geschoß heraus, der sich nur schwer mit den heutigen Bauvorschriften realisieren ließ.

Bei der Rekonstruktion des Knochenhaueramtshauses war für die Architekten eine besondere Schwierigkeit, daß man lediglich alte Photographien und Zeichnungen hatte, auf die man zurückreifen konnte.

Rückblickend kann man wohl sagen, daß es ohne das Engagement der Hildesheimer Bürger wohl nie einen Wiederaufbau gegeben hätte. Heute dient das Knochenhaueramtshaus als Restaurant. Dort lockt eine abwechslungsreiche, gutbürgerliche Küche die Besucher in das schönste Fachwerkhaus der Welt, an dem historischen Marktplatz zu Hildesheim.

Bäckeramtshaus
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Bäckeramtshaus

BäckeramtshausDirekt neben dem etwas prachtvolleren Knochenhaueramtshaus steht am dem Hildesheimer Marktplatz das Bäckeramtshaus. Das im zweiten Weltkrieg zerstörte Prachtfachwerk wurde im Jahr 1800 errichtet. Im Zuge der Wiederherstellung des historischen Marktplatzes in Hildesheim, konnte auch dieses Gebäude in den Jahren zwischen 1987 und 1998 originalgetreu rekonstruiert werden. Während im Bäckeramtshaus noch vor dem Krieg Malerbedarf verkauft wurde, ist heute wieder eine Bäckerei in dem Gebäude beheimatet.

Rathaus
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Rathaus

RathausWann das Hildesheimer Rathaus erbaut wurde kann man heute nicht mehr genau sagen. Vermutlich entstand es zwischen den Jahren 1268 und 1290. In den Jahrhunderten danach wandelte sich das Aussehen des Rathauses ständig, was zunächst in einem „bunten“ Gemisch der Baustile endete. Erst im Jahr 1883 begonn man damit ein großes und repräsentatives Rathaus für Hildesheim zu bauen. Dieses Vorhaben konnte bis zum Jahr 1892 erfolgreich durch den Stadtbaumeister Schwartz beendet werden. Während dieses Umbaus bekam das Gebäude eine optische Verbindung zwischen seinen beiden Türmen mittels eines Treppengiebels. Während des Luftangriffs auf Hildesheim wurde das Rathaus fast vollständig zertört. In den Jahren 1950 bis 1954 wurde das Rathaus mit einigen Änderungen wiederaufgebaut. Dabei wurden alte Grabplatten sowie noch brauchbare Steinfragmente wieder eingebaut.
Eine Besonderheit am Rathaus ist die dort befestigte mittelalterliche Elle, die den Kaufleuten als Maß gegolten hat.

Rolandstift
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Rolandstift

Rolandhaus Eines der schönsten Hildesheimer Barockhäuser ist das 1769 erbaute Rolandsstift.

Das historische Gebäude am Hildesheimer Marktplatz wurde von dem Senator Erasmus Roland für arme und unverheiratete Bürgertöchter gestiftet. Es diente somit dem Gemeinwohl, und konnte vielen in Not geratenen Frauen helfen. Im 2. Weltkrieg wurde auch dieses Haus ein Opfer der Flammen und somit zerstört. Zumindest die schöne, barocke Fasade konnte inzwischen wieder errichtet werden und fügt sich heute wieder in die Idylle des Hildesheimer Marktplatzes ein.

Lüntzelhaus
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Lüntzelhaus

LüntzelhausDie wunderschöne dreigeschossige, barocke Fassade des Lüntzelhauses schmückt zwischen Wedekindhaus und Rolandhaus die Südseite des alten Hildesheimer Marktplatzes. Erbaut wurde es im Jahre 1755 und schließt unmittelbar an das „Wedekindhaus“ an. Die Familie Lüntzel ist durch den Bürgermeister Christoph Lüntzel, sowie durch den Geschichtstreiber und Justizrat Hermann Lüntzel und nicht zuletzt durch Senator Hermann Roemer bekannt, dessen Mutter eine geborene Lüntzel war. Nach ihm wurde das weltberühmte „Roemermuseum“ in Hildesheim benannt, da er selbst die Stiftung des Museums schuf. Leider ist auch das Lüntzelhaus am 20. März 1945 durch alliierte Bomberverbände zerstört worden. Im Zuge des Neubaues der Stadtsparkasse von 1983 bis 1990 wurde die Fassade des Hauses wieder errichtet.

Wedekindhaus
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Wedekindhaus

WedekindhausDas imposante, dreigiebelige und siebenstöckige in typischer Hildesheimer Holzarchitektur errichtete Haus schließt sich durch die Judenstraße getrennt an das Tempelhaus an. Es wurde 1598 von dem reichen Tuchhändler Storre erbaut, jedoch nach seinem späteren Besitzer Wedekind benannt. Die Fachwerkfassade mit ihren vorkragenden Geschossen ist gegliedert und besteht ganz aus Holz. Zahlreiche Frauenfiguren, deren Attribute die Tugenden, Wissenschaften und Laster symbolisieren, werden durch mehrere Bilderfriesen, die sich über die ganze Hausbreite ziehen, gezeigt. Es hat einen hochragenden, leicht zurücktretenden Mittelgiebel, der in jedem Geschoß leicht vorkragt und je eine Tür zur Aufnahme hochgezogener Ware. Die beiden Seitengiebel sind deutlich niedriger und treten in Form von Ausluchten etwas hervor. Sie ruhen im Erdgeschoß auf Pfeilern. Auch dieses Gebäude überstand den Krieg nicht. Als 1979 ein Neubau der Stadtsparkasse erforderlich war, wurde die Wiederherstellung der hölzernen Wedekindhausfassade dank der Fürsprecher der historischen Rekonstruktion durchgesetzt.

Tempelhaus
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Tempelhaus

TempelhausDas Tempelhaus ist ein altes Hildesheimer Patrizierhaus aus dem 14. Jahrhundert, welches im frühgotischen Stil von der Familie von Harlessem errichtet wurde. Leider ist es bei dem Luftüberfall auf Hildesheim am 22.03.1945 teilzerstört worden. Erst im Jahr 1952 konnte dieser Prachtbau wieder aufgebaut werden. Eine anerkannte Meisterleistung alter Hildesheimer Steinmetzkunst ist der 1591 geschaffene Renaissance-Erker. Er zeigt in seinen Brüstungsfeldern unter anderem das Gleichnis vom verlorenen Sohn, sowie das Wappen der Familie von Harlessem. Heute befindet sich in dem Haus die Buchhandlung “Decius”. Das Haus gehört der Hildesheimer Freimauererfamilie Gerstenberg, die auch Herausgeber der “Hildesheimer Allgemeinen Zeitung” ist. Diese erscheint seit 1705 und ist somit die älteste deutsche Tageszeitung.


Zur virtuellen Erkundung des Hildesheimer Marktplatzes einfach mit der Maus über die mit einer roten Nadel markierten Sehenswürdigkeiten fahren. Für weiterführende Informationen die gewünschte Nadel anklicken.

Kartenmaterial basierend auf Open Street Map
cc

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