

Der Straßenname "Alter Markt" erinnert an den ältsten Marktplatz Hildesheims, seit 1146 bezeugt. Auf ihm enstand durch den Aufbau eines Fassadenteils des zerstörten Kaiserhaus und den Aufbau des Renaissance-Erkers aus dem Jahre 1590 an dem Schulgebäude ein Stück Alt-Hildesheims wieder.
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Lediglich der Steinbau der "Alten Münze", 1530 erbaut, blieb von den bekannten Bauten des Andreasplatzes erhalten. Die stilvoll errichteten mittelalterlichen Fachwerkhäuser, die sich um den Platz reihten, gingen am 22.03.1945 im Feuersturm des Krieges unter. Darunter war das berühmte "Pfeilerhaus" von 1509 und der 1623 erbaute "umgestülpte Zuckerhut". Weitere bekannte Opfer waren das "Kramerhaus" von 1482 und das "Trinitatis-Hospital" von 1329.
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Direkt neben dem etwas prachtvolleren Knochenhaueramtshaus steht am dem Hildesheimer Marktplatz das Bäckeramtshaus. Das im zweiten Weltkrieg zerstörte Prachtfachwerk wurde im Jahr 1800 errichtet. Im Zuge der Wiederherstellung des historischen Marktplatzes in Hildesheim, konnte auch dieses Gebäude in den Jahren zwischen 1987 und 1998 originalgetreu rekonstruiert werden. Während im Bäckeramtshaus noch vor dem Krieg Malerbedarf verkauft wurde, ist heute wieder eine Bäckerei in dem Gebäude beheimatet.
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Die Idee zum Bau eines Bismarckturmes am Galgenberg kam im Jahr 1899 auf. Der damalige Chefredakteur und Mitglied im Vorstand des Alldeutschen Verbandes Hildesheim Hermann Mayer regte den Bau des Turmes an. Daraufhin gründete man einen Denkmalausschuss, dessen Vorsitz der Sanitätsrat Dr. E. Müller übernahm.
Der Architekt Wilhelm Kreis erschuf die Vorlage zum Turmbau, welcher in weiteren 46 Orten Deutschlands nach dem selben Entwurf gebaut wurde.
Nach einer mehrjährigen Planungsphase konnte am 19.08.1902 mit den Bau des Bismarckturms begonnen werden. Am 1. April 1905 konnte der Aussichtsturm, welcher eine große Feuerschale am höchsten Punkt hatte fertiggestellt werden. Seit 1986 kann der Turm nicht mehr als Feuersäule dienen, da die Schale fehlt. Ansonsten ist der Turm in hervoragendem Zustand und wird heute noch als beliebtes Wanderziel mit hervorragender Aussicht genutzt.
Der Turm kann in den Sommermonaten vom 15.03. bis 31.10. täglich von 08:00 - 18:00 Uhr bestiegen (77 Stufen) werden. Der Eintritt ist frei.
Weitere Infos unter: www.bismarcktuerme.de
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Sie befindet sich neben der Kreuzkirche und diente als Wohnhaus für die Schüler der Stiftschule und den Chorsängern des Kreuzstiftes.Dieser Bau ist weitgehend aus der Zeit nach 1184 erhalten. Zumindest die Untergeschosse weisen noch rein romanische Formen auf. 1952 wurde die Choralei wieder aufgebaut, nachdem sie im Krieg ausgebrannt war. Die Räume stehen heute der Marienschule der Ursulinen zur Verfügung. Daneben wurde 1491 die Kreuzpropstei erbaut, dessen auf der doppelten Steinkonsole ruhende Erker von 1672 erhalten blieb und in den Neubau eingefügt wurde.
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Der Hildesheimer Dom, St. Maria, ist im Jahr 872 unter Bischof Altfrid erbaut worden. Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert wurde er weiter ausgebaut und verändert. In der Nähe des Doms wurden viele Gebäude errichtet: die Domschule, die Gebäude der Bischöfe, Handwerkshäuser und Baracke für die Soldaten des Bischofs. Um den ganzen Domkomplex ließ Bischof Bernward einen ein Kilometerlangen und fünf Meter hohen Verteidigungswall errichten. Oft flohen während eines Krieges oder einer Fehde die Hildesheimer in den sicheren Dombereich. Aus der von Ludwig dem Frommen gegründeten Domschule ging das heutige Gymnasium Josephinum hervor.
Obwohl der Dom ein Opfer des Luftangriffs auf Hildesheim wurde, stehen seine Fundamente bis heute. Zwischen den Jahren 1950 bis 1960 wurde der Dom nach der Zerstörung wiedererrichtet, jedoch nicht mehr mit seinem alten Barockstil, sondern in einer angenommenen „frühromanischen“ Form. Inzwischen wurde neben der Michaeliskirche auch der St. Mariadom zum Uensco-Weltkulturerbe erklärt.
Im Innenhof des Domes befindet sich der berühmte „Tausendjährige Rosenstock“, welcher aus dem Jahre 815 stammen soll, wie die „ Hildesheimer Gründungssage“ erzählt. 1945 fiel eine Bombe auf Dom, mit der Folge, daß der gesamt Innenhof mitsamt dem Rosenstocks brannte. Von der Rose blieb lediglich ein verkohlter Stumpf übrig, der jedoch bald wieder neue Triebe bekam und zu leben begann. Somit wurde der Rosenstock zum Symbol Hildesheims und für den Neuanfang nach dem Krieg. Heute wird der „Hildesheimer Rosenstock“ als älteste weltweit lebende Rose bezeichnet.
Der Dom mißfiel dem Teufel, so daß dieser versuchte ihn niederzureißen, dabei blieb ein Horn in der Mauer stecken, welches man noch heute in der Dommauer sehen kann.
Sehenswürdigkeiten innerhalb des Doms sind:
nach obenIm Südosten der Stadt liegt die Domäne Marienburg. Sie wurde 1346 als Schutzburg für die Hildesheimer Bischöfe erbaut. Heute dient sie als Schulmuseum und Bibliothek für Bildungshistorische Forschung der Universität Hildesheim und wird zahlreich besucht.
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Der „Gelbe Turm“ wurde im Jahr 1886 als Aussichtsturm über Hildesheim auf dem Galgenberg errichtet. Seinen Namen erhielt der Turm, aufgrund der gelben Färbung der Backsteine, aus denen er erbaut wurde.
Damit der Turm errichtet werden konnte, mußte der gesamte Höhenzug des Galgenbergs aufgeforstet werden, was sich in der damaligen Zeit als besonders schwierig erwies.
Gedacht war der „Gelbe Turm“ als Naherholungsmöglichkeit für die Hildesheimer Bevölkerung, und so war seinerzeit auch eine kleine Wirtschaft dort angesiedelt. Das er als beliebtes Ausflugsziel angenommen wurde, verdankt er sicherlich seiner günstigen Lage, und der schönen Wanderwege die zu ihm führen.
Für den Erhalt des Bauwerks setzten sich in jüngster Zeit engagierte Hildesheimer Bürger ein. Durch den Einsatz dieser Bürger konnte der Turm letztlich doch gerettet werden und dient heute als Hildesheimer Sternwarte.
Weitere Infos unter: http://www.vhs-hildesheim.de/gelber_turm
nach obenAlte Nachrichten sprachen von einem Kriegshaus, das als östliche Torbefestigung diente, was von Bischof Hezilo (1054-1079) in ein Haus des Friedens verwandelt wurde. Das Kollegiatstift wurde von ihm 1079 gegründet. Das Gebäude ist jedoch erheblich älter, vermutlich sogar der älteste Bau Hildesheims. Bischof Bernward soll hier eine Art Torhalle angelegt haben. Es diente mit seinem Untergeschoss als Eingangs- und Gerichtshalle, mit seinem Obergeschoss als Königshalle. Die katholische Kirche liegt nahe dem Zentrum der Stadt. Äußerlich stellt sie sich als ein barockes Gebäude mit prächtiger Fassade, Vorhof, repräsentativer Freitreppe und achteckigem Vierungsturm dar. Die Figuren des Petrus und Paulus flankieren die Freitreppe. Sie vereint im Inneren jedoch so gegensätzliche Stilelement wie Romantik im Mittelschiff, Barock im nördlichen und Gotik im südlichen Seitenschiff.
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Wer einen Apfel klauen möchte, hat es schwer bei uns in Hildesheim. Dann kommt nämlich ein Kobold, springt einem auf die Schulter und haucht einem ein schlechtes Gewissen ein. Das soll zumindest einem Apfeldieb passiert sein, den der Dresdner Bildhauer Roeder in seinem Bronzedenkmal “Huckup” in der Fußgängerzone verewigt hat.
Man hat dann recht, wenn man sagt: "Die Nacht ist keines Menschen Freund". Aber am hellen Mittag ist's auch nicht sauber, wenn man ganz allein im Holze ist, und ringsumher ist alles totenstill.
Da ist es einmal einem Manne aus Söhre übel ergangen. Der suchte Heidelbeeren im Ziegenberge und legte sich gegen Mittag, als alle anderen, die mit ihm ausgezogen, schon wieder nach Söhre heruntergegangen waren, unter einem großen Baum zum Schlafen nieder. Wie er eben die Augen zudrücken will, ruft es hinter ihm: "Hoho, hoho!" Erschrocken springt der Mann auf, sieht sich nach allen Seiten um und erblickt außer den summenden Bienen und Käfern ringsumher kein lebendiges Wesen. Nur oben in der höchsten Spitze des Baumes saß ein schwarzer Rabe, der war wohl so groß wie eine Gans, und starrte mit so grimmigen Augen auf den Mann, daß diesem ganz ängstlich ums Herz wurde. "Ei, du Teufelsvieh", schimpfte der Mann, "du sollst mich doch nicht länger in meinem Schlafe stören", hob einen Stein auf und warf ihn nach dem dunklen Vogel. Da flog der Rabe mit lautem Gekrächze davon, und der Mann legte sich wieder zum Schlafen nieder.
Kaum aber hatte er ein Auge zugedrückt, da rief es wieder hinter ihm: "Hoho, hoho!" Der Mann fuhr auf und griff wieder nach einem Stein; aber da war kein Rabe zu sehen; die heißen Sonnenstrahlen schienen so matt durch das von keinem Lüftchen bewegte Laub, und es wurde recht grausig an dem Orte. Da dachte der Mann: Hier ist nicht gut sein, betete und machte sich auf den Weg nach Söhre. Aber eben hatte er ein paar Schritte getan, als ihm etwas mit dem Geschrei "Hoho, hoho!" auf den Nacken sprang. Der Mann rüttelte und schüttelte sich, um die Last loszuwerden, aber vergebens; wie ein Mehlsack hing es ihm auf den Schultern, und im Angstschweiß keuchend schleppte er sich mit seiner schweren Last mühsam den Waldweg entlang. Endlich war der Waldrand erreicht, die goldenen Kreuze der Stadt- und Dorfkirchen blinkten dem Geplagten entgegen, und plumps! - fiel es ihm von den Schultern.
Was es aber gewesen ist, das der Mann schleppen mußte, das hat er nicht gesehen, denn er hütete sich wohl, sich umzugucken, sondern lief spornstreichs auf Söhre zu. Und das war sein Glück; denn der Huckup war's gewesen, ein böser Geist und wem der auf dem Nacken sitzt, der muß vorwärts, solange er kann oder solange es dem Geist gefällt, und wer sich nach ihm umsieht, dem bricht er das Genick. Das hat schon mancher Dieb erfahren müssen, dem plötzlich in einer stillen Mittagsstunde der Huckup auf den Rücken sprang und dann den Hals umdrehte.
nach obenDas prächtige Barockportal des ehemaligen Karthäuserkloster, in Hildesheimer kurz "die Karthaus" genannt, ist zu sehen, wenn man vom kleinen Domhof ein Gässchen in die Neue Straße folgt. Der Karthäuserorden unterlag einem besonders strengen Schweigegebot, so daß dies viele kleine Wohnungen und ausgedehnte Bauten notwendig machte. Nach der für ihren Gönner, Bischof Gerhard, 1367 so überaus glücklich verlaufene Schlacht bei Dinklar, waren die Karthäuser Mönche ursprünglich vor den Toren der Stadt angesiedelt. Erst 1659 begannen sie ihren Neubau innerhalb der schützenden Stadtmauern. Die Strahlenmadonna, Johannis der Täufer und der Heilige Bruno von Köln, Gründer des Ordens, stehen auf den Sockeln über dem Portal und einem einfachen Steinbogen. Die Gebäude dienten nach der Auflösung des Klosters als städtisches Krankenhaus, später als Armen- und Altersheim. Heute gehören sie zum St. Bernwardskrankenhaus.
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Dieser Brunnen belebt durch seine lebendige Darstellung das Viereck des Neustädter Marktes. Es handelt sich hierbei um eine Schöpfung des letzten Jahrhunderts, da er 1913 gestiftet worden war und seitdem den Mittelpunkt des Marktplatzes bildet.
Er zeigt einen Wächter, der von Katzen umringt ist, was auf folgender Sage beruht:
Hexen als Katzen
Ein Nachtwächter in Hildesheim schlug, als er die Runde machte, nach einer großen schwarzen Katze, die ihm im Wege saß, knurrend und prustend sprang die Katze zur Seite. Als aber der Wächter an Ende der Straße kam, saßen zwei solcher Katzen im Wege. Ärgerlich nahm er seinen Spieß und warf ihn nach den Katzen; diese sprangen wieder prustend zur Seite, taten zum Schrecken des Nachtwächters ihren Mund auf und sagten: "Wenn wir erst drei sind, wirst du deinen Lohn schon bekommen!" - Da schlug der erschrockene Mann ein Kreuz und tutete seine Kameraden herbei; allein statt der übrigen Nachtwächter kam ein ganzes Heer von Katzen und stürzte sich auf den Mann. Ein Glück war es für ihn, daß eben auf dem Turme der Lambertikirche die "Eins aushob"; denn noch war der Schlag nicht heraus, als die Katzen nach allen vier Winden auseinanderstoben und verschwanden. Die übrigen Nachtwächter hatten von seinem Tuten nichts gehört.
Niemals hat er nachts wieder nach einer Katze geschlagen.
Diese Geschichte verdeutlicht, wie sehr das grausame Geschehen der Hexenverfolgung, aber auch insbesondere die irreale Angst vor Hexen und Zauberern, in die Vorstellungswelt der Menschen Eingang gefunden hatte.
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Der Kehrwiederturm ist der einzig erhalten gebliebene von vier Befestigungstürmen der Stadt Hildesheim. Errichtet wurde er im Jahre 1465 und hieß zunächst „Honser Tor“. Sein späterer und heutiger Name „Kehrwieder“ wird anhand einer rechtwinkligen „Kehre“ des Kehrwiederwalls, einem Teil der alten Befestigungsanlagen der Stadt erklärt. In früheren Zeiten soll der Turm eine Glocke besessen haben, die abends zur selben Uhrzeit geläutet wurde, um verirrten Leuten den Weg nach Hildesheim zurückzuweisen. Diese Glocke ist auch Teil der mittelalterlichen „Kehrwiedersage“.
Nach seiner Renovierung in den Jahren 1953 und 1982 wird er als Austellungsraum genutzt. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, daß sich Paare in dieser idyllischen und historischen Anlage trauen lassen.Interessenten können sich bei der Stadt Hildesheim melden, unter dem Fachbereich Stadtservice, Standesamt. Montag - Freitags von 08.00 - 12.00 Uhr, sowie zusätzlich Donnerstags von 15.00 - 17.30 Uhr. Am zweiten Sonnabend im Monat können Trauungen nach Vereinbarung vollzogen werden.
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Die ehemalige Stadtbefestigung Hildesheims wird der Kehrwieder- oder Langelinienwall genannt. Seine gesamte Länge beläuft sich heute auf drei Kilometer rund um die Stadt (im Norden ist er unterbrochen), wobei sich wenige Meter neben dem Kehrwiederturm ein altes Stadttor aus dem 14. Jahrhundert befindet, welches den Wall unterbricht und früher aus der Stadt auf die Felder führte. Nachdem er insbesondere während des 30-jährigen Krieges der Stadt als Befestigung gedient hatte (siehe Hildesheimer Jungfer), spendete er während des zweite Weltkriegs erneut Schutz, diesmal vor Bombenangriffen, da er zu einem Luftschutzstollen ausgebaut wurde. So hatte die Bunkeranlage bis zum Mai 1945 eine Länge von 300 Metern, und wurde später sogar auf einen halben Kilometer ausgebaut. Heute sind die alten Zugänge zugemauert, und der Bunker dienen nur noch als Heim für zahllose Fledermäuse, die ihn über kleine Einfluglöcher erreichen können. Die Befestigungsanlage ist heute beflanzt und ist mit den wassergefüllten Gräben in seiner Nähe bei vielen Spaziergängern und Läufern ein beliebtes Ziel.
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Nicht nur im Stadtkern liegen Kostbarkeiten verborgen, auch außerhalb. Dies bezeugt u.a. das Kloster Marienrode. Die Anlage wurde 1125 von den Augustinern gegründet und von Bischof Berthold gestiftet.1259 wurde es den Zisterziens übertragen und Maria geweiht, womit sein heutiger Name zu erklären ist. An die Stelle der steinernen Doppeltürme des Bethauses der Augustiner setzten sie einen schlichten Dachreiter. Der Grundstein zur heutigen Kirche, in klarer Kreuzform errichtet, wurde1412 gelegt. Das ganze Gotteshaus wurde erst 1462 eingeweiht. Im Mai 1988 wurde das Gebäude umgebaut und wird als Bedediktinerinnenkloster genutzt. In unmittelbarer Nähe breitet sich ein mit Seerosen bewachsener Teich mit einer malerischen Windmühle aus, die heute als Freizeitraum für die Jugend dient.
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Das Knochenhaueramtshaus wurde im 16. Jahrhundert von der Fleischergilde erbaut. Daher stammt auch der heute fremdartige Name, welcher nichts weiter als „das Gilde- (Innungs-) haus der Fleischer“ heißt. Da die Knochenhauer zu dieser Zeit die wohlhabendste Handwerkerzunft waren, legten sie besonderen Wert auf die Größe und den Prunk ihres Hauses. So entstand der spätgotische Prachtbau im Jahre 1529, der an Verzierungen und Größe seinesgleichen sucht. Mit einer Höhe von 26 Metern überragt dieses Fachwerkhaus sogar das Rathaus der Stadtväter und symbolisiert so die Macht und das Ansehen, welches von dieser Zunft ausging. Die reichen, lebenslustigen Verzierungen des Gebäudes sind eine künstlerische Meisterleistung und dienten dem Repräsentationsbedürfnis der Knochenhauer.
Im Bereich des Erdgeschosses hatten die Metzger seiner Zeit ihre Stände aufgestellt und es wurde fleißig mit den Bürgern gehandelt, die sich zahlreich in der Diele und im Eingangsbereich drängten. Besonders günstig waren daher die vier großen Kellergewölbe, die als „natürlicher Kühlschrank“ der Lagerung des Fleisches dienten. Die mittleren Stockwerke waren den wohlhabenden Knochenhauern und Bürgern als Festsäle vorbehalten, um dort Tanzveranstaltungen oder Bankette abzuhalten. Ebenso wurden dort die Sitzungen der Gilde abgehalten. Der Dachstuhl des Knochenhaueramtshauses wurde zum Trocknen von Tierhäuten genutzt, die später gegerbt wurden und zur Herstellung von Lederwaren dienten.
Leider wurde das Knochenhaueramtshaus durch den Luftüberfall auf Hildesheim am 22. März 1945 vollständig zerstört. Die Hildesheimer konnten jedoch ihr Prachtfachwerk nie vergessen, und so wurde im Laufe der Jahre der Wunsch immer lauter, das Haus wieder aufzubauen. Im Jahr 1986 wurde mit dem Abriß des Hotels Rose begonnen, das an der Stelle nach dem Krieg erbaut wurde, wo einst das Knochenhaueramtshaus stand. Da man einen möglichst originalgetreuen Zustand des Fachwerks rekonstruieren wollte, verwendete man beim Wiederaufbau nach Möglichkeit alte Materialien, die aus weiten Teilen des Landes beim Abriß ähnlich alter Häuser zusammengesammelt wurden. So wurden Beispielsweise 150 Jahre alte Tonpfannen beim Bau des Dachs verwandt, die von alten Bauernhäusern gesammelt wurden. Dieses Unterfangen stellte sich als besonders schwierig da, da es allesamt unterschiedlich große Ziegel waren. Bis zur Fertigstellung wurden 400 Kubikmeter Eichenholz in 4.400 Verbindungen und 7.500 Holznägel verbaut. Als ein besonderes Hindernis stellte sich der 2,40 Meter hohe Vorsprung im obersten Geschoß heraus, der sich nur schwer mit den heutigen Bauvorschriften realisieren ließ.
Bei der Rekonstruktion des Knochenhaueramtshauses war für die Architekten eine besondere Schwierigkeit, daß man lediglich alte Photographien und Zeichnungen hatte, auf die man zurückreifen konnte.
Rückblickend kann man wohl sagen, daß es ohne das Engagement der Hildesheimer Bürger wohl nie einen Wiederaufbau gegeben hätte. Heute dient das Knochenhaueramtshaus als Restaurant. Dort lockt eine abwechslungsreiche, gutbürgerliche Küche die Besucher in das schönste Fachwerkhaus der Welt, an dem historischen Marktplatz zu Hildesheim.
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Das eindrucksvolle Hildesheimer Kriegerdenkmal am Galgenberg wurde nach einer dreijährigen Planungs- und Bauphase am 10.Juni 1939 feierlich eingeweiht. Gewidmet wurde das Ehrenmal dem Hildesheimer 79er Infanterie-Regiment. Das seit 1838 in Hildesheim stationierte Regiment wollte damit seinen 4165 Gefallenen des 1. Weltkrieges und sich selbst zum 100. Jubiläum ein würdiges Denkmal setzen. Die Soldatenstatue wurde durch den Bildhauer Waterbeck aus Hannover geschaffen. Aus Kostengründen wurde die ursprüngliche Version, mit zwei Soldatenstatuen, verworfen und man entschied sich für die heutige Gestaltung. Der Soldat wird von folgendem Sinnspruch flankiert: „Die Ihr das Leben gabt in Schicksalszeit – gewannt dem Volk und Euch Unsterblichkeit“.
Das Ehrenmal wurde in den letzten Jahren immer wieder Ziel von feigen Anschlägen durch Hildesheimer Linksextremisten. So wurde das Kriegerdenkmal auch kürzlich erneut geschändet und mit roter und weißer Farbe überkippt. Zudem wurde die Hetzparole „Deutsche Täter sind keine Opfer“, die gerne von autonomen Antifas verwendet wird, geschmiert. Da diese Tat sehr zeitnah zum 60. Jahrestag der Bombardierung Hildesheims geschah, ist anzunehmen, daß die Verantwortlichen das offizielle Gedenken in den Schmutz ziehen und somit die Opfer verhöhnen wollten.

Die wunderschöne dreigeschossige, barocke Fassade des Lüntzelhauses schmückt zwischen Wedekindhaus und Rolandhaus die Südseite des alten Hildesheimer Marktplatzes. Erbaut wurde es im Jahre 1755 und schließt unmittelbar an das „Wedekindhaus“ an. Die Familie Lüntzel ist durch den Bürgermeister Christoph Lüntzel, sowie durch den Geschichtstreiber und Justizrat Hermann Lüntzel und nicht zuletzt durch Senator Hermann Roemer bekannt, dessen Mutter eine geborene Lüntzel war. Nach ihm wurde das weltberühmte „Roemermuseum“ in Hildesheim benannt, da er selbst die Stiftung des Museums schuf. Leider ist auch das Lüntzelhaus am 20. März 1945 durch alliierte Bomberverbände zerstört worden. Im Zuge des Neubaues der Stadtsparkasse von 1983 bis 1990 wurde die Fassade des Hauses wieder errichtet.
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Am historischen Hildesheimer Marktplatz befinden sich eine Reihe von imposanten Gebäuden, die wir Ihnen anhand eines kleinen Filmbeitrags vorstellen wollen. Der Betrachter schwenkt zunächst vom Bäckeramtshaus zum berühmten Knochenhaueramtshaus, um dann vorbei an der Stadtschänke, dem Rokokohaus, dem Wollenwebergildehaus und dem Städtischen Verwaltungsgebäude hinüber zum Hildesheimer Rathaus, welches dem Knochenhaueramtshaus gegenüber liegt, zu blicken. Vor dem Rathaus erblickt man den schönen Marktbrunnen mit der Figur eines Hildesheimer Stadtsoldaten. Weiter geht es mit dem Tempelhaus, dem reich verzierten Wedekindhaus, dem Lützelhaus und dem Rolandstift zurück zum Ausgangspunkt, dem Knochenhaueramtshaus.
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Wann das Hildesheimer Rathaus erbaut wurde kann man heute nicht mehr genau sagen. Vermutlich entstand es zwischen den Jahren 1268 und 1290. In den Jahrhunderten danach wandelte sich das Aussehen des Rathauses ständig, was zunächst in einem „bunten“ Gemisch der Baustile endete. Erst im Jahr 1883 begonn man damit ein großes und repräsentatives Rathaus für Hildesheim zu bauen. Dieses Vorhaben konnte bis zum Jahr 1892 erfolgreich durch den Stadtbaumeister Schwartz beendet werden. Während dieses Umbaus bekam das Gebäude eine optische Verbindung zwischen seinen beiden Türmen mittels eines Treppengiebels. Während des Luftangriffs auf Hildesheim wurde das Rathaus fast vollständig zertört. In den Jahren 1950 bis 1954 wurde das Rathaus mit einigen Änderungen wiederaufgebaut. Dabei wurden alte Grabplatten sowie noch brauchbare Steinfragmente wieder eingebaut.
Eine Besonderheit am Rathaus ist die dort befestigte mittelalterliche Elle, die den Kaufleuten als Maß gegolten hat.
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Die Hildesheimer Ratsapotheke, heute an der Ecke Rathausstr. / Hoher Weg gelegen, ist eine der ältesten Apotheken Deutschlands. 1318 wurde sie erstmals erwähnt und hatte ihren damaligen Standort in der Kreuzstraße. Seit 1415 ist sie jedoch am Hohen Weg nachweisbar. Früher gehörte sie noch zu der Stadt. Das änderte sich 1862, als sie in privaten Besitz überging. Beim Wiederaufbau Hildesheims wurde der damals so reizvolle Fachwerkbau durch einen Steinbau ersetzt.
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Dieses 1757 errichtete Gebäude ist im Vergleich zu seinen "Nachbarn" reich geschmückt. Es wirkt zwar in der Mitte recht zierlich, doch sticht es mit seiner zartrosernen Farbe und den Verspielungen mit Stuckverzierungen hervor. Außerdem besitzt es ein Dachstübchen. Seine historische Fassade wurde nach der Bombadierung Hildesheims dem Orginal nachempfunden und wiederaufgebaut.
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Dank der Initiative Hildesheimer Bürger wurde 1844 das Roemer-Museum gegründet. Die Gründung des Pelizaeus-Museum folgte erst 1911. Die Namen gehen auf die Stifter zurück. Die beiden Museen wurden zusammengelegt und können seitdem mit ihren Beständen die Geschichte der Welt in Sammlungen zur Völkerkunde, Naturkunde, Kunst und Kulturgeschichte reflektieren. Zu den in Europa bedeutendsten gehören die Alt-Peru- und Ägypten-Sammlungen. Durch Sonderausstellungen hat sich das Museum überregionales Ansehen erworben.
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Eines der schönsten Hildesheimer Barockhäuser ist das 1769 erbaute Rolandsstift.
Das historische Gebäude am Hildesheimer Marktplatz wurde von dem Senator Erasmus Roland für arme und unverheiratete Bürgertöchter gestiftet. Es diente somit dem Gemeinwohl, und konnte vielen in Not geratenen Frauen helfen. Im 2. Weltkrieg wurde auch dieses Haus ein Opfer der Flammen und somit zerstört. Zumindest die schöne, barocke Fasade konnte inzwischen wieder errichtet werden und fügt sich heute wieder in die Idylle des Hildesheimer Marktplatzes ein.
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Die weithin sichtbare St. Andreaskirche, welche über der Silhouette der Stadt thront, ist mit ihrem 114,5 Metern großen Turm die höchste Kirche in ganz Niedersachsen. Begonnen wurde der Kirchenbau im Jahre 1389 und wurde schon damals in den heutigen Ausmaßen geplant.Die Beendigung der Kirche sollte ein Jahrhundert dauern, die Fertigstellung des Kirchturms in seiner heutigen Gestalt sogar ein halbes Jahrtausent. Diese langen Zeiträume sind auf verschiedene Probleme, wie der Ausbruch der Pest, Fehden und Kriege, sowie Finanzierungsschwierigkeiten zurückzuführen. Gebaut wurde diese Kirche von der Hildesheimer Bürgerschaft. Die Erbauer wollten ihren Reichtum, und ihr Ansehen in der Größe der gothischen Kirche und in der Wahl des Standortes widerspiegeln. So entstand die Kirche dort, wo sich im mittelalterlichen Hildesheim Kaufleute, Handwerker, Aristrokaten und der Klerus trafen, im Kern der Stadt.

Wie viele andere kulturelle Schätze der Stadt Hildesheim ist auch die Andreaskirche bei dem schrecklichen Bombenangriff vom 22. März 1945 zerstört wurden, und brannte völlig aus. Über ein Jahrzehnt mußte vergehen, bis die Kirche zwischen den Jahren 1956 und 1965 wieder aufgebaut werden konnte. Erst im Jahr 1983 wurde der Turmbau zu seiner heutigen Größe begonnen.
Der 114,5 Meter hohe Kirchturm ist für Besucher zwischen April und Oktober geöffnet. Turmbesteigungen können Montags bis Sonnabends zwischen 11.00 und 16.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 12.00 und 16.00 vorgenommen werden. Ein Aufstieg lohnt sich für die Besucher, da man von den großen Glasfenstern aus einen einmaligen Ausblick über Hildesheim hat.
Dieser Aufstieg war lange Zeit nicht möglich, da die finanziellen Mittel nicht ausreichten, um die Treppe zum 77 bzw. 82 Meter hohen Ausblick nach dem Krieg wiederaufzubauen. Erst ein 1992 gegründeter Verein konnte 970.000 DM zum Wiederaufbau sammeln und so konnte am 22. März 1995, 50 Jahre nach der Zerstörung die Wiederbegehung des Turms freigegeben werden.
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Die St. Godehard Basilika wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Der ausschlaggebende Grund für den Bau der Kirche war die Heiligsprechung des Bischofs Godehard. Da dieser ein Benedektiner war, wurde die Basilika als Klosterkirche im romanschen Stil erbaut. St. Godehard ist eine der wenigen Kirchen, die bis heute ohne nennenswerte Veränderungen im ursprünglichen Zustand verblieben ist. Einige Malereien stammen aus dem 19. Jahrhundert. Leider wurde während einer Umbauarbeit, in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Substanz des Südflügels beschädigt
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Die Nordwestseite des Marktplatzes wird durch die spätgotische evangelischen Pfarrkirche St. Jakobi abgeschlossen. Sie wurde zwischen 1503 und 1514 erbaut. An deren Stelle stand früher eine 1204 erbaute Kapelle von geringer Größe. Sie wurde von den reisenden Kaufleuten genutzt.
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Die spätgotische St. Lambertikirche wurde im Mai des Jahr 1474 begonnen zu bauen. Namensgeber war der Heilige Lambertus, welcher auch zugleich der Schutzheilige der Hildesheimer Neustadt war. Der Chor wurde im Jahr 1488 eingeweiht. Anstelle der heutigen Hallenkirche stand dort zuvor ein romanischer Vorgängerbau (1226) . Die spätgotische Kirche wurde mit Steinen aus dem Hockelner Steinbruch gebaut und konnte in nur 14 Jahren fertiggestellt werden. Auch diese Kirche wurde im 2. Weltkrieg durch schwere Bombenangriffe zerstört. Doch schon im Jahr 1952 konnte der Wiederaufbau abgeschlossen werden. Besonders sehenswert ist der Altar von 1420, sowie das Taufbecken von 1504. Der Orgelbauer Palandt schuf St. Lambertis Orgel im Jahr 1965, wobei er viele alte Pfeifen aus kleinen Dorfkirchen miteinbaute. So entstand eine einzigartige Barockorgel.
Besichtig werden kann die St. Lamertikirche täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr.
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Auch für viele Hildesheimer und Besucher der Stadt liegt der hinter der Stadtmauer und der sich anschließenden Mauer im Bereich der Wallanlage Magdalenengarten verborgen. Der 1225 gegründete Orden der „büßenden Schwestern der heiligen Maria Magdalena“ ließ 1251 die Klosterkirche am Südhang des Michaelishügels errichten. 1258 erbaute man das Klostergebäude und Werkstätten. Es ist das erste Bauwerk Hildesheims, das Merkmale des gotischen Stiles trägt und das älteste seit 1228 bezeugt Nonnenkloster Hildesheims. Den breiten Westgiebel fassen Ecktürmchen ein, die wie die Statue der Maria Magdalena über dem Portal aus dem 15. Jahrhundert stammen. Die kleine Magdalenenkirche birgt eine wahre Kostbarkeit: den "Elffenalter", das hervoragende Schnitzwerk aus Lindholz eines unbekannten Meisters, das 1515 entstand. Dargestellt wird die Passion des Erlösers.
Schon bald nach der Errichtung des Magdalenenklosters, was sich um die Rehabilitierung und Resozialisierung gefährdeter Mädchen und Frauen kümmerte, hatte man einen Klostergarten angelegt. Er gehört mit seinen ca. 20.000 Quadratmetern zu den ältesten Gartenanlagen dieser Stadt. Doch 1810 wurde das Kloster von der westfälischen Regierung aufgelöst und der Garten samt seiner Gebäude wurde eine Erholungsfläche für die Heil- und Pflegeanstalt (1827-1843). Nach der Zerstörung 1945 wurden die Gebäude wieder aufgebaut und als Altersheim genutzt. Die zu Beginn der 40er Jahre im Garten errichteten Notbunkeranlagen blieben jedoch bestehen. Damals dienten sie den Bewohnern als Unterschlupf bei Luftangriffen; heute aber den Feldermäusen als Winterquartier.
Erst 2003 begann man mit der eigentlichen Rekonstruktion der einst so prächtigen Gartenanlage. Nach den Maßnahmen der Freimachung des Geländes wurden Unmengen an Blumen gepflanzt, zum größten Teil Rosen und Tulpen. Sondergärten wurden am Haupteingang angelegt. Eine bereits 1958 gestiftete Marienfigur wurde zur Betonung umgestellt und verschönert ebenfalls die Anlage. Den Mittelpunkt bildet ein zentraler Pavillon. Ein zweiter Pavillon ist nach der Beseitigung des undurchdringlichem Baubestandes am Weinberg sichtbar. Von dort aus kann man einen herrlichen Blick über die historischen Teile der Stadt genießen. Durch das 2004 erschaffene schmiedeeisernen Tor wird die Privatheit des Magdalenengartens gezeigt. Es ist tagsüber geöffnet und wird nur zum Abend hin geschlossen.
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Bischof Godehard ließ an dieser Stelle 1025 eine kleine Kapelle errichten, sodass die katholische Kirche auf ihn zurück geht. Sie ist in Niedersachsen die einzige gut erhaltene romanische dreischiffige Säulenbasilika mit Querhaus und rechteckig abschließendem Chor. Statuen der Maria und des heiligen Mauritius stehen auf zwei freien Säulen. Der Turm wurde allerdings nach einem Brand 1726 neu erbaut und 1765 in schieferverkleidetem Fachwerk weitergeführt. Aus dem 12. Jahrhundert stammt ein versteckter, romanischer Kreuzgang.
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Die Kirche St. Michael wurde 1010 bis 1033 auf dem Platz einer germanischen Thingstätte erbaut. Sie ist ein Zeugnis der ersten Christianisierung unserer Region. Architektonisch sehenswert sind die bemalte Holzdecke, die Engelschorschranken, die Kapelle, welche zwischen den Jahren 1171 - 1190 erbaut wurde und der Kreuzgang aus dem Jahr1250.
St. Michaelis wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts von Bischof Bernward als seine Grabkirche begonnen zu bauen und unter Bischof Godehard später fertiggestellt. Das vorromanische, "ottonische" Baukonzept verbindet den Gedanken einer "Gottesstadt" mit einer geometrisch-quadratischen Raumgliederung. Im 12. Jahrhundert wurden viele Langhaussäulen erneuert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schließlich auch der Westchor erweitert sowie die berühmte, bemalte Langhausdecke hergestellt. Die ehemalige Benediktiner-Klosterkirche St. Michael in Hildesheim zählt zu den herausragenden Leistungen der Baukunst in Deutschland. Das seit 1985 zum Weltkulturerbe gehörende Denkmal birgt mit seiner bemalten Holzdecke eines der wenigen monumentalen Tafelgemälde, die aus der mittelalterlichen Zeit nördlich der Alpen erhalten geblieben sind. Neben dieser Deckenmalerei als bedeutendes Kunstwerk blieb der nördliche Teil der spätromanischen Chorschänke trotz des Bombenkriegs erhalten. Nach vielen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte wurde St. Michael nach der Kriegszerstörung in der ursprünglichen Gestalt wieder aufgebaut. Sie ist eines bekanntesten Photomotive in Hildesheim und kann somit als ein Wahrzeichen der Stadt bezeichnet werden. Die Kirche ist im Jahr 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden und dient unserer Stadt als Werbemotiv, da sie durch ihre prägnante, gedrungene Form leichter einprägsam ist, als der Hildesheimer Dom, der ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
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Sie ist an der Nordseite des Marktplatzes zu sehen und wurde 1666 erbaut. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Fachwerkfassade rekonstruiert. Die typischen Rutschen verzieren es, sonst ist es schlicht und symmetrisch. Seine Räume werden für ein Restaurant der gehobenen Klasse genutzt.
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"Am Steine" liegt etwas zurückgesetzt das im Barockstil gehaltene ehemalige "Haus der Landschaften". Es wurde 1715 als Sitz der Stände des ehemaligen Fürstentums Hildesheims gebaut. Nach seiner Zerstörung wurde es 1970 - 1974 wieder aufgebaut und dient seitdem als Stadtarchiv, das alte Urkunden, Amtsbücher und Akten aus dem 14. Jahrhundert und alle seit 1705 laufenden Zeitungen beherbergt und eine wissenschaftliche Bibliothek aufweist.
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Es verdankt seine Entstehung den Bürgern der Stadt, die den Bau 1909 über eine Aktiengesellschaftz finanzierten. Max Littmann entworf 1908 die Pläne. Über dem Typanon des Portals steht der Schillerspruch:
Der Menschheit Würde ist in Eure Hände gegeben.
Bewahret sie.
Sie sinkt mit Euch, mit Euch wird sie sich erheben.
Das Aufführungsprogramm umfasst Schauspiel, Oper, Operette, Ballett, Konzert und Musical.
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Das Tempelhaus ist ein altes Hildesheimer Patrizierhaus aus dem 14. Jahrhundert, welches im frühgotischen Stil von der Familie von Harlessem errichtet wurde. Leider ist es bei dem Luftüberfall auf Hildesheim am 22.03.1945 teilzerstört worden. Erst im Jahr 1952 konnte dieser Prachtbau wieder aufgebaut werden. Eine anerkannte Meisterleistung alter Hildesheimer Steinmetzkunst ist der 1591 geschaffene Renaissance-Erker. Er zeigt in seinen Brüstungsfeldern unter anderem das Gleichnis vom verlorenen Sohn, sowie das Wappen der Familie von Harlessem. Heute befindet sich in dem Haus die Buchhandlung “Decius”. Das Haus gehört der Hildesheimer Freimauererfamilie Gerstenberg, die auch Herausgeber der “Hildesheimer Allgemeinen Zeitung” ist. Diese erscheint seit 1705 und ist somit die älteste deutsche Tageszeitung.
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Das Waffenschmiedehaus, das 1548 erbaut wurde, ist das älteste Fachwerkhaus Hildesheims und das schönste am Gelben Stern. Über der Haustür zeigt der prächtige Renaissanceschmuck einen Waffenschmied mit einem Hammer und darunter zu beiden Seiten der Jahreszahl ein Radschloss und eine Kettenkugel als Zunftsymbole. Heute ist darin das Neißer Archiv- und Heimatmuseum untergebracht, eine Sammlung zur Erinnerung an die Stadt in Oberschlesien. Es soll ein Ausdruck lebendiger Verbundenheit mit der Patenschaft sein.
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Das imposante, dreigiebelige und siebenstöckige in typischer Hildesheimer Holzarchitektur errichtete Haus schließt sich durch die Judenstraße getrennt an das Tempelhaus an. Es wurde 1598 von dem reichen Tuchhändler Storre erbaut, jedoch nach seinem späteren Besitzer Wedekind benannt. Die Fachwerkfassade mit ihren vorkragenden Geschossen ist gegliedert und besteht ganz aus Holz. Zahlreiche Frauenfiguren, deren Attribute die Tugenden, Wissenschaften und Laster symbolisieren, werden durch mehrere Bilderfriesen, die sich über die ganze Hausbreite ziehen, gezeigt. Es hat einen hochragenden, leicht zurücktretenden Mittelgiebel, der in jedem Geschoß leicht vorkragt und je eine Tür zur Aufnahme hochgezogener Ware. Die beiden Seitengiebel sind deutlich niedriger und treten in Form von Ausluchten etwas hervor. Sie ruhen im Erdgeschoß auf Pfeilern. Auch dieses Gebäude überstand den Krieg nicht. Als 1979 ein Neubau der Stadtsparkasse erforderlich war, wurde die Wiederherstellung der hölzernen Wedekindhausfassade dank der Fürsprecher der historischen Rekonstruktion durchgesetzt.
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Es wurde 1606 von dem Domsekretär Werner erbaut. Das der Godehardtkirche gegenüberliegende, reich geschmückte Haus ist das bedeutenste und schönste Fachwerkhaus der Altstadt, das der Katastrophe vom März 1945 entging.
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Das genaue Datum der Errichtung ist leider nicht bekannt, doch ist es sicher, dass es sich um ein Gebäude des 16. Jahrhunderts handelt. Die schlichte Fassade wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der englischen Forte-Hotel-Gruppe aufgebaut. Im Erdgeschoss bietet es heute ein rustikales Lokal mit gemütlicher Atmosphäre.
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