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Karte Hildesheim

Marktplatz Huckup
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Huckup-Denkmal

Huckup

Wer einen Apfel klauen möchte, hat es schwer bei uns in Hildesheim. Dann kommt nämlich ein Kobold, springt einem auf die Schulter und haucht einem ein schlechtes Gewissen ein. Das soll zumindest einem Apfeldieb passiert sein, den der Dresdner Bildhauer Roeder in seinem Bronzedenkmal “Huckup” in der Fußgängerzone verewigt hat.

Die Sage zum Huckup in Hildesheim lautet wie folgt:

Man hat dann recht, wenn man sagt: "Die Nacht ist keines Menschen Freund". Aber am hellen Mittag ist's auch nicht sauber, wenn man ganz allein im Holze ist, und ringsumher ist alles totenstill.
Da ist es einmal einem Manne aus Söhre übel ergangen. Der suchte Heidelbeeren im Ziegenberge und legte sich gegen Mittag, als alle anderen, die mit ihm ausgezogen, schon wieder nach Söhre heruntergegangen waren, unter einem großen Baum zum Schlafen nieder. Wie er eben die Augen zudrücken will, ruft es hinter ihm: "Hoho, hoho!" Erschrocken springt der Mann auf, sieht sich nach allen Seiten um und erblickt außer den summenden Bienen und Käfern ringsumher kein lebendiges Wesen. Nur oben in der höchsten Spitze des Baumes saß ein schwarzer Rabe, der war wohl so groß wie eine Gans, und starrte mit so grimmigen Augen auf den Mann, daß diesem ganz ängstlich ums Herz wurde. "Ei, du Teufelsvieh", schimpfte der Mann, "du sollst mich doch nicht länger in meinem Schlafe stören", hob einen Stein auf und warf ihn nach dem dunklen Vogel. Da flog der Rabe mit lautem Gekrächze davon, und der Mann legte sich wieder zum Schlafen nieder.

Kaum aber hatte er ein Auge zugedrückt, da rief es wieder hinter ihm: "Hoho, hoho!" Der Mann fuhr auf und griff wieder nach einem Stein; aber da war kein Rabe zu sehen; die heißen Sonnenstrahlen schienen so matt durch das von keinem Lüftchen bewegte Laub, und es wurde recht grausig an dem Orte. Da dachte der Mann: Hier ist nicht gut sein, betete und machte sich auf den Weg nach Söhre. Aber eben hatte er ein paar Schritte getan, als ihm etwas mit dem Geschrei "Hoho, hoho!" auf den Nacken sprang. Der Mann rüttelte und schüttelte sich, um die Last loszuwerden, aber vergebens; wie ein Mehlsack hing es ihm auf den Schultern, und im Angstschweiß keuchend schleppte er sich mit seiner schweren Last mühsam den Waldweg entlang. Endlich war der Waldrand erreicht, die goldenen Kreuze der Stadt- und Dorfkirchen blinkten dem Geplagten entgegen, und plumps! - fiel es ihm von den Schultern.
Was es aber gewesen ist, das der Mann schleppen mußte, das hat er nicht gesehen, denn er hütete sich wohl, sich umzugucken, sondern lief spornstreichs auf Söhre zu. Und das war sein Glück; denn der Huckup war's gewesen, ein böser Geist und wem der auf dem Nacken sitzt, der muß vorwärts, solange er kann oder solange es dem Geist gefällt, und wer sich nach ihm umsieht, dem bricht er das Genick. Das hat schon mancher Dieb erfahren müssen, dem plötzlich in einer stillen Mittagsstunde der Huckup auf den Rücken sprang und dann den Hals umdrehte.

Und deshalb sind folgende warnende Worte auf dem Denkmal zu lesen:

Junge, laat dei Appels staan,
süs packet dek dei Huckup an!
Dei Huckup is en starken Wicht,
höllt mit dei Steeldeifs bös Gericht!
St. Andreas
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  1. Andreasplatz

    Lediglich der Steinbau der "Alten Münze", 1530 erbaut, blieb von den bekannten Bauten des Andreasplatzes erhalten. Die stilvoll errichteten mittelalterlichen Fachwerkhäuser, die sich um den Platz reihten, gingen am 22.03.1945 im Feuersturm des Krieges unter. Darunter waren das um 1509 erreichtete berühmte "Pfeilerhaus" und der "umgestülpte Zuckerhut" (mitlerweile wiedererrichtet, siehe unten). Weitere bekannte Opfer waren das "Kramerhaus" von 1482 und das "Trinitatis-Hospital" von 1329.

  2. St. Andreas

    AndreaskircheDie weithin sichtbare St. Andreaskirche, welche über der Silhouette der Stadt thront, ist mit ihrem 114,5 Metern großen Turm die höchste Kirche in ganz Niedersachsen. Begonnen wurde der Kirchenbau im Jahre 1389 und wurde schon damals in den heutigen Ausmaßen geplant.Die Beendigung der Kirche sollte ein Jahrhundert dauern, die Fertigstellung des Kirchturms in seiner heutigen Gestalt sogar ein halbes Jahrtausent. Diese langen Zeiträume sind auf verschiedene Probleme, wie der Ausbruch der Pest, Fehden und Kriege, sowie Finanzierungsschwierigkeiten zurückzuführen. Gebaut wurde diese Kirche von der Hildesheimer Bürgerschaft. Die Erbauer wollten ihren Reichtum, und ihr Ansehen in der Größe der gothischen Kirche und in der Wahl des Standortes widerspiegeln. So entstand die Kirche dort, wo sich im mittelalterlichen Hildesheim Kaufleute, Handwerker, Aristrokaten und der Klerus trafen, im Kern der Stadt.

    AndreaskircheWie viele andere kulturelle Schätze der Stadt Hildesheim ist auch die Andreaskirche bei dem schrecklichen Bombenangriff vom 22. März 1945 zerstört wurden, und brannte völlig aus. Über ein Jahrzehnt mußte vergehen, bis die Kirche zwischen den Jahren 1956 und 1965 wieder aufgebaut werden konnte. Erst im Jahr 1983 wurde der Turmbau zu seiner heutigen Größe begonnen.

    Der 114,5 Meter hohe Kirchturm ist für Besucher zwischen April und Oktober geöffnet. Turmbesteigungen können Montags bis Sonnabends zwischen 11.00 und 16.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 12.00 und 16.00 vorgenommen werden. Ein Aufstieg lohnt sich für die Besucher, da man von den großen Glasfenstern aus einen einmaligen Ausblick über Hildesheim hat.

    Dieser Aufstieg war lange Zeit nicht möglich, da die finanziellen Mittel nicht ausreichten, um die Treppe zum 77 bzw. 82 Meter hohen Ausblick nach dem Krieg wiederaufzubauen. Erst ein 1992 gegründeter Verein konnte 970.000 DM zum Wiederaufbau sammeln und so konnte am 22. März 1995, 50 Jahre nach der Zerstörung die Wiederbegehung des Turms freigegeben werden.

  3. Umgestülpter Zuckerhut

    ZuckerhutDer Umgestülpte Zuckerhut war ein um 1509 erbautes Fachwerkhaus, das sich durch kühne Auskragungen an drei Fassadenfronten auszeichnete. Das Erdgeschoss hatte eine Grundfläche von nur 17 m², während das zweite Obergeschoss eine Fläche von 29 m² aufwies. Die umgekehrt konische Form erinnerte an einen auf den Kopf gestellten Zuckerhut. Das als statische Meisterleistung bei der Ausnutzung eines kleinen Grundstücks zum Sparen von Grundsteuer geltende Nachbargebäude des Pfeilerhauses am Nordostausgang des Andreasplatzes zum Hohen Weg (Andreasplatz Nr. 29) wurde im Zweiten Weltkrieg beim Luftangriff auf Hildesheim am 22. März 1945 zerstört.

    Nachdem eine erste Initiative zum Wiederaufbau 2002 gescheitert war, plante die „Hildesheimer Altstadtgilde“ die Rekonstruktion des Gebäudes ab 2009. Am 4. Februar 2009 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Hildesheim einstimmig den Wiederaufbau des Hauses. Baubeginn war am 9. November 2009. Der Verlauf des Wiederaufbaus ist auf einer Sonderseite zum Zuckerhut-Wiederaufbau genau zu verfolgen.

St. Michael
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St. Michael (Michaeliskirche)

Michaeliskirche Die Kirche St. Michael wurde 1010 bis 1033 auf dem Platz einer germanischen Thingstätte erbaut. Sie ist ein Zeugnis der ersten Christianisierung unserer Region. Architektonisch sehenswert sind die bemalte Holzdecke, die Engelschorschranken, die Kapelle, welche zwischen den Jahren 1171 - 1190 erbaut wurde und der Kreuzgang aus dem Jahr 1250.

St. Michaelis wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts von Bischof Bernward als seine Grabkirche begonnen zu bauen und unter Bischof Godehard später fertiggestellt. Das vorromanische, "ottonische" Baukonzept verbindet den Gedanken einer "Gottesstadt" mit einer geometrisch-quadratischen Raumgliederung. Im 12. Jahrhundert wurden viele Langhaussäulen erneuert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schließlich auch der Westchor erweitert sowie die berühmte, bemalte Langhausdecke hergestellt. Die ehemalige Benediktiner-Klosterkirche St. Michael in Hildesheim zählt zu den herausragenden Leistungen der Baukunst in Deutschland. Michaeliskirche Das seit 1985 zum Weltkulturerbe gehörende Denkmal birgt mit seiner bemalten Holzdecke eines der wenigen monumentalen Tafelgemälde, die aus der mittelalterlichen Zeit nördlich der Alpen erhalten geblieben sind. Neben dieser Deckenmalerei als bedeutendes Kunstwerk blieb der nördliche Teil der spätromanischen Chorschänke trotz des Bombenkriegs erhalten. Nach vielen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte wurde St. Michael nach der Kriegszerstörung in der ursprünglichen Gestalt wieder aufgebaut. Sie ist eines der bekanntesten Photomotive in Hildesheim und kann somit als ein Wahrzeichen der Stadt bezeichnet werden. Die Kirche ist im Jahr 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden und dient unserer Stadt als Werbemotiv, da sie durch ihre prägnante, gedrungene Form leichter einprägsam ist, als der Hildesheimer Dom, der ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Dom
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Dom mit Rosenstock

Dom Der Hildesheimer Dom, St. Maria, ist im Jahr 872 unter Bischof Altfrid erbaut worden. Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert wurde er weiter ausgebaut und verändert. In der Nähe des Doms wurden viele Gebäude errichtet: die Domschule, die Gebäude der Bischöfe, Handwerkshäuser und Baracke für die Soldaten des Bischofs. Um den ganzen Domkomplex ließ Bischof Bernward einen ein Kilometerlangen und fünf Meter hohen Verteidigungswall errichten. Oft flohen während eines Krieges oder einer Fehde die Hildesheimer in den sicheren Dombereich. Aus der von Ludwig dem Frommen gegründeten Domschule ging das heutige Gymnasium Josephinum hervor.

DomObwohl der Dom ein Opfer des Luftangriffs auf Hildesheim wurde, stehen seine Fundamente bis heute. Zwischen den Jahren 1950 bis 1960 wurde der Dom nach der Zerstörung wiedererrichtet, jedoch nicht mehr mit seinem alten Barockstil, sondern in einer angenommenen „frühromanischen“ Form. Inzwischen wurde neben der Michaeliskirche auch der St. Mariadom zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt.

Im Innenhof des Domes befindet sich der berühmte „Tausendjährige Rosenstock“,Dom welcher aus dem Jahre 815 stammen soll, wie die „ Hildesheimer Gründungssage“ erzählt. 1945 fiel eine Bombe auf den Dom, mit der Folge, daß der gesamt Innenhof mitsamt dem Rosenstocks brannte. Von der Rose blieb lediglich ein verkohlter Stumpf übrig, der jedoch bald wieder neue Triebe bekam und zu leben begann. Somit wurde der Rosenstock zum Symbol Hildesheims und für den Neuanfang nach dem Krieg. Heute wird der „Hildesheimer Rosenstock“ als älteste weltweit lebende Rose bezeichnet.

DomDer Dom mißfiel dem Teufel, so daß dieser versuchte ihn niederzureißen, dabei blieb ein Horn in der Mauer stecken, welches man noch heute in der Dommauer sehen kann.

Sehenswürdigkeiten innerhalb des Doms sind:

  • die bernwardsche doppelflüglige Erztür aus dem Jahr 1015
  • die Christussäule von 1020
  • die Azelin- und Heziloleuchter aus dem 11. Jahrhundert
  • der St. Epiphaniusschrein aus dem 12. Jahrhundert
  • das Taufbecken von 1225
  • die germanisch–heidnische Irminsäule
  • das Teufelshorn
  • und natürlich der erwähnte Rosenstock

St. Lamberti
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St. Lambertikirche

St. LambertikircheDer Bau der spätgotischen St. Lambertikirche wurde im Mai des Jahres 1474 begonnen. Namensgeber war der Heilige Lambertus, welcher auch zugleich der Schutzheilige der Hildesheimer Neustadt war. Der Chor wurde im Jahr 1488 eingeweiht. Anstelle der heutigen Hallenkirche stand dort zuvor ein romanischer Vorgängerbau (1226). Die spätgotische Kirche wurde mit Steinen aus dem Hockelner Steinbruch gebaut und konnte in nur 14 Jahren fertiggestellt werden. Auch diese Kirche wurde im 2. Weltkrieg durch schwere Bombenangriffe zerstört. Doch schon im Jahr 1952 konnte der Wiederaufbau abgeschlossen werden. Lambertikirche ohne Turm Im Jahr 2007 wurde dann auch das etwas flach wirkende Satteldach des Turms vom Wiederaufbau durch eine klassische Turmhaube ersetzt. Besonders sehenswert ist der Altar von 1420, sowie das Taufbecken von 1504. Der Orgelbauer Palandt schuf St. Lambertis Orgel im Jahr 1965, wobei er viele alte Pfeifen aus kleinen Dorfkirchen miteinbaute. So entstand eine einzigartige Barockorgel.
Besichtig werden kann die St. Lambertikirche täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr.

Wiederaufbau der Kirchturmes der St. Lambertikirche im Zeitraffer:


Katzenbrunnen

Dieser Brunnen belebt durch seine lebendige Darstellung das Viereck des Neustädter Marktes vor der St. Lamberti Kirche. Es handelt sich hierbei um eine Schöpfung des letzten Jahrhunderts, da er 1913 gestiftet worden war und seitdem den Mittelpunkt des Marktplatzes bildet. Er zeigt einen Wächter, der von Katzen umringt ist, was auf folgender Sage beruht:

Ein Nachtwächter in Hildesheim schlug, als er die Runde machte, nach einer großen schwarzen Katze, die ihm im Wege saß. Knurrend sprang die Katze zur Seite. Als aber der Wächter am Ende der Straße ankam, saßen zwei solcher Katzen im Wege. Ärgerlich nahm er seinen Spieß und warf ihn nach den Katzen. Diese sprangen wieder zur Seite, taten zum Schrecken des Nachtwächters ihren Mund auf und sagten: "Wenn wir erst drei sind, wirst du deinen Lohn schon bekommen!". Da schlug der erschrockene Mann ein Kreuz und rief seine Kameraden mit seinem Signalhorn herbei. Doch statt der übrigen Nachtwächter kam ein ganzes Heer von Katzen und stürzte sich auf den Mann. Ein Glück war es für ihn, daß eben auf dem Turme der Lambertikirche der Ein-Uhr-Schlag ertönte. Denn der Schlag war noch nicht ganz verklungen, als die Katzen nach allen vier Winden auseinanderstoben und verschwanden. Die übrigen Nachtwächter hatten von seinem Tuten nichts gehört. Niemals hat er nachts wieder nach einer Katze geschlagen.

Diese Geschichte verdeutlicht, wie sehr das grausame Geschehen der Hexenverfolgung, aber auch insbesondere die irreale Angst vor Hexen und Zauberern, in die Vorstellungswelt der Menschen Eingang gefunden hatte.

Bismarckturm
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Bismarckturm

Bismarckturm

Die Idee zum Bau eines Bismarckturmes am Galgenberg kam im Jahr 1899 auf. Der damalige Chefredakteur und Mitglied im Vorstand des Alldeutschen Verbandes Hildesheim Hermann Mayer regte den Bau des Turmes an. Daraufhin gründete man einen Denkmalausschuss, dessen Vorsitz der Sanitätsrat Dr. E. Müller übernahm.

Der Architekt Wilhelm Kreis erschuf die Vorlage zum Turmbau, welcher in weiteren 46 Orten Deutschlands nach dem selben Entwurf gebaut wurde.

Nach einer mehrjährigen Planungsphase konnte am 19.08.1902 mit den Bau des Bismarckturms begonnen werden. Am 1. April 1905 konnte der Aussichtsturm, welcher eine große Feuerschale am höchsten Punkt hatte fertiggestellt werden. Seit 1986 kann der Turm nicht mehr als Feuersäule dienen, da die Schale fehlt. Ansonsten ist der Turm in hervoragendem Zustand und wird heute noch als beliebtes Wanderziel mit hervorragender Aussicht genutzt.

Der Turm kann in den Sommermonaten vom 15.03. bis 31.10. täglich von 08:00 - 18:00 Uhr bestiegen (77 Stufen) werden. Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos unter: www.bismarcktuerme.de

Kriegerdenkmal
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Kriegerdenkmal am Galgenberg

KriegerdenkmalDas eindrucksvolle Hildesheimer Kriegerdenkmal am Galgenberg wurde nach einer dreijährigen Planungs- und Bauphase am 10.Juni 1939 feierlich eingeweiht. Gewidmet wurde das Ehrenmal dem Hildesheimer 79er Infanterie-Regiment. Das seit 1838 in Hildesheim stationierte Regiment wollte damit seinen 4165 Gefallenen des 1. Weltkrieges und sich selbst zum 100. Jubiläum ein würdiges Denkmal setzen. Die Soldatenstatue wurde durch den Bildhauer Waterbeck aus Hannover geschaffen. Aus Kostengründen wurde die ursprüngliche Version, mit zwei Soldatenstatuen, verworfen und man entschied sich für die heutige Gestaltung. Der Soldat wird von folgendem Sinnspruch flankiert: „Die Ihr das Leben gabt in Schicksalszeit – gewannt dem Volk und Euch Unsterblichkeit“.

Das Ehrenmal wurde in den letzten Jahren immer wieder Ziel von feigen Anschlägen durch Hildesheimer Linksextremisten. So wurde das Kriegerdenkmal auch kürzlich erneut geschändet und mit roter und weißer Farbe überkippt. Zudem wurde die Hetzparole „Deutsche Täter sind keine Opfer“, die gerne von autonomen Antifas verwendet wird, geschmiert. Da diese Tat sehr zeitnah zum 60. Jahrestag der Bombardierung Hildesheims geschah, ist anzunehmen, daß die Verantwortlichen das offizielle Gedenken in den Schmutz ziehen und somit die Opfer verhöhnen wollten.

Weitere Informationen in der Rubrik Gedenken.

Gelber Turm mit Sternwarte
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Gelber Turm mit Sternwarte

Gelber Turm Der „Gelbe Turm“ wurde im Jahr 1886 als Aussichtsturm über Hildesheim auf dem Galgenberg errichtet. Seinen Namen erhielt der Turm, aufgrund der gelben Färbung der Backsteine, aus denen er erbaut wurde.

Damit der Turm errichtet werden konnte, mußte der gesamte Höhenzug des Galgenbergs aufgeforstet werden, was sich in der damaligen Zeit als besonders schwierig erwies.

Gedacht war der „Gelbe Turm“ als Naherholungsmöglichkeit für die Hildesheimer Bevölkerung, und so war seinerzeit auch eine kleine Wirtschaft dort angesiedelt. Das er als beliebtes Ausflugsziel angenommen wurde, verdankt er sicherlich seiner günstigen Lage, und der schönen Wanderwege, die zu ihm führen.

Für den Erhalt des Bauwerks setzten sich in jüngster Zeit engagierte Hildesheimer Bürger ein. Durch den Einsatz dieser Bürger konnte der Turm letztlich doch gerettet werden und dient heute als Hildesheimer Sternwarte.

Weitere Infos unter: www.vhs-hildesheim.de/gelber_turm

Domäne Marienburg
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Domäne Marienburg

Im Südosten der Stadt liegt die Domäne Marienburg. Sie wurde 1346 als Schutzburg für die Hildesheimer Bischöfe erbaut. Heute dient sie als Schulmuseum und Bibliothek für Bildungshistorische Forschung der Universität Hildesheim und wird zahlreich besucht.

Heilig Kreuz & Choralei
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Heilig Kreuz & Choralei

Heilig Kreuz & Choralei Alte Nachrichten sprachen von einem Kriegshaus, das als östliche Torbefestigung diente, was von Bischof Hezilo (1054-1079) in ein Haus des Friedens verwandelt wurde. Das Kollegiatstift wurde von ihm 1079 gegründet. Das Gebäude ist jedoch erheblich älter, vermutlich sogar der älteste Bau Hildesheims. Bischof Bernward soll hier eine Art Torhalle angelegt haben. Es diente mit seinem Untergeschoss als Eingangs- und Gerichtshalle, mit seinem Obergeschoss als Königshalle. Die katholische Kirche liegt nahe dem Zentrum der Stadt. Äußerlich stellt sie sich als ein barockes Gebäude mit prächtiger Fassade, Vorhof, repräsentativer Freitreppe und achteckigem Vierungsturm dar. Die Figuren des Petrus und Paulus flankieren die Freitreppe. Sie vereint im Inneren jedoch so gegensätzliche Stilelement wie Romantik im Mittelschiff, Barock im nördlichen und Gotik im südlichen Seitenschiff.

Die Choralei befindet sich neben der Kreuzkirche und diente als Wohnhaus für die Schüler der Stiftschule und den Chorsängern des Kreuzstiftes. Dieser Bau ist weitgehend aus der Zeit nach 1184 erhalten. Zumindest die Untergeschosse weisen noch rein romanische Formen auf. 1952 wurde die Choralei wieder aufgebaut, nachdem sie im Krieg ausgebrannt war. Die Räume stehen heute der Marienschule der Ursulinen zur Verfügung. Daneben wurde 1491 die Kreuzpropstei erbaut, dessen auf der doppelten Steinkonsole ruhende Erker von 1672 erhalten blieb und in den Neubau eingefügt wurde.

Kehrwiederturm & Kehrwieder- bzw. Langelinienwall
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Kehrwiederturm & Kehrwiederwall

Kehrwiederturm Der Kehrwiederturm ist der einzig erhalten gebliebene von vier Befestigungstürmen der Stadt Hildesheim. Errichtet wurde er im Jahre 1465 und hieß zunächst „Honser Tor“. Sein späterer und heutiger Name „Kehrwieder“ wird anhand einer rechtwinkligen „Kehre“ des Kehrwiederwalls, einem Teil der alten Befestigungsanlagen der Stadt erklärt. In früheren Zeiten soll der Turm eine Glocke besessen haben, die abends zur selben Uhrzeit geläutet wurde, um verirrten Leuten den Weg nach Hildesheim zurückzuweisen. Diese Glocke ist auch Teil der mittelalterlichen „Kehrwiedersage“.
Nach seiner Renovierung in den Jahren 1953 und 1982 wird er als Austellungsraum genutzt. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, daß sich Paare in dieser idyllischen und historischen Anlage trauen lassen. Interessenten können sich bei der Stadt Hildesheim melden, unter dem Fachbereich Stadtservice, Standesamt. Montag - Freitags von 08.00 - 12.00 Uhr, sowie zusätzlich Donnerstags von 15.00 - 17.30 Uhr. Am zweiten Sonnabend im Monat können Trauungen nach Vereinbarung vollzogen werden.

Kehrwiederwall Die ehemalige Stadtbefestigung Hildesheims wird der Kehrwieder- oder Langelinienwall genannt. Seine gesamte Länge beläuft sich heute auf drei Kilometer rund um die Stadt (im Norden ist er unterbrochen), wobei sich wenige Meter neben dem Kehrwiederturm ein altes Stadttor aus dem 14. Jahrhundert befindet, welches den Wall unterbricht und früher aus der Stadt auf die Felder führte. Nachdem er insbesondere während des 30-jährigen Krieges der Stadt als Befestigung gedient hatte (siehe Hildesheimer Jungfer), spendete er während des Zweiten Weltkriegs erneut Schutz, diesmal vor Bombenangriffen, da er zu einem Luftschutzstollen ausgebaut wurde. So hatte die Bunkeranlage bis zum Mai 1945 eine Länge von 300 Metern, und wurde später sogar auf einen halben Kilometer ausgebaut. Heute sind die alten Zugänge zugemauert, und der Bunker dient nur noch als Heim für zahllose Fledermäuse, die ihn über kleine Einfluglöcher erreichen können. Die Befestigungsanlage ist heute beflanzt und ist mit den wassergefüllten Gräben in seiner Nähe bei vielen Spaziergängern und Läufern ein beliebtes Ziel.

Kloster Marienrode
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Kloster Marienrode

Kloster Marienrode Nicht nur im Stadtkern liegen Kostbarkeiten verborgen, auch außerhalb. Dies bezeugt u.a. das Kloster Marienrode. Die Anlage wurde 1125 von den Augustinern gegründet und von Bischof Berthold gestiftet. 1259 wurde es den Zisterziensern übertragen und Maria geweiht, womit sein heutiger Name zu erklären ist. An die Stelle der steinernen Doppeltürme des Bethauses der Augustiner setzten sie einen schlichten Dachreiter.Kloster Marienrode Der Grundstein zur heutigen Kirche, in klarer Kreuzform errichtet, wurde 1412 gelegt. Kloster MarienrodeDas ganze Gotteshaus wurde erst 1462 eingeweiht. Im Mai 1988 wurde das Gebäude umgebaut und wird als Bedediktinerinnenkloster genutzt. In unmittelbarer Nähe breitet sich ein mit Seerosen bewachsener Teich mit einer malerischen Windmühle aus, die heute als Freizeitraum für die Jugend dient.

St. Godehard und Wernersche Haus
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St. Godehard

Basilika St. Godehard Die St. Godehard Basilika wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Der ausschlaggebende Grund für den Bau der Kirche war die Heiligsprechung des Bischofs Godehard. Da dieser ein Benedektiner war, wurde die Basilika als Klosterkirche im romanschen Stil erbaut. St. Godehard ist eine der wenigen Kirchen, die bis heute ohne nennenswerte Veränderungen im ursprünglichen Zustand verblieben ist. Einige Malereien stammen aus dem 19. Jahrhundert. Leider wurde während einer Umbauarbeit, in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Substanz des Südflügels beschädigt.

Das Wernersche Haus

Es wurde 1606 von dem Domsekretär Werner erbaut. Das der Godehardtkirche gegenüberliegende, reich geschmückte Haus ist das bedeutenste und schönste Fachwerkhaus der Altstadt, das der Katastrophe vom März 1945 entging.

St. Magdalenen
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St. Magdalenen und ihr Garten

St. Magdalenen Auch für viele Hildesheimer und Besucher der Stadt liegt der hinter der Stadtmauer und der sich anschließenden Mauer im Bereich der Wallanlage Magdalenengarten verborgen. Der 1225 gegründete Orden der „büßenden Schwestern der heiligen Maria Magdalena“ ließ 1251 die Klosterkirche am Südhang des Michaelishügels errichten. 1258 erbaute man das Klostergebäude und Werkstätten. Es ist das erste Bauwerk Hildesheims, das Merkmale des gotischen Stiles trägt und das älteste seit 1228 bezeugte Nonnenkloster Hildesheims. Den breiten Westgiebel fassen Ecktürmchen ein, die wie die Statue der Maria Magdalena über dem Portal aus dem 15. Jahrhundert stammen. Die kleine Magdalenenkirche birgt eine wahre Kostbarkeit: den "Elffenalter", das hervoragende Schnitzwerk aus Lindholz eines unbekannten Meisters, das 1515 entstand. Dargestellt wird die Passion des Erlösers.

St. MagdalenenSchon bald nach der Errichtung des Magdalenenklosters, was sich um die Rehabilitierung und Resozialisierung gefährdeter Mädchen und Frauen kümmerte, hatte man einen Klostergarten angelegt. Er gehört mit seinen ca. 20.000 Quadratmetern zu den ältesten Gartenanlagen dieser Stadt. Doch 1810 wurde das Kloster von der westfälischen Regierung aufgelöst und der Garten samt seiner Gebäude wurde eine Erholungsfläche für die Heil- und Pflegeanstalt (1827-1843). Nach der Zerstörung 1945 wurden die Gebäude wieder aufgebaut und als Altersheim genutzt. Die zu Beginn der 40er Jahre im Garten errichteten Notbunkeranlagen blieben jedoch bestehen. Damals dienten sie den Bewohnern als Unterschlupf bei Luftangriffen; heute aber den Fledermäusen als Winterquartier.

Erst 2003 begann man mit der eigentlichen Rekonstruktion der einst so prächtigen Gartenanlage. Nach den Maßnahmen der Freimachung des Geländes wurden Unmengen an Blumen gepflanzt, zum größten Teil Rosen und Tulpen. Sondergärten wurden am Haupteingang angelegt. Eine bereits 1958 gestiftete Marienfigur wurde zur Betonung umgestellt und verschönert ebenfalls die Anlage. Den Mittelpunkt bildet ein zentraler Pavillon. Ein zweiter Pavillon ist nach der Beseitigung des undurchdringlichen Baumbestandes am Weinberg sichtbar. Von dort aus kann man einen herrlichen Blick über die historischen Teile der Stadt genießen. Durch das 2004 erschaffene schmiedeeisernen Tor wird die Privatheit des Magdalenengartens gezeigt. Es ist tagsüber geöffnet und wird nur zum Abend hin geschlossen.

St. Mauritius
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St. Mauritius

Bischof Godehard ließ an dieser Stelle 1025 eine kleine Kapelle errichten, so dass die katholische Kirche auf ihn zurück geht. Sie ist in Niedersachsen die einzige gut erhaltene romanische dreischiffige Säulenbasilika mit Querhaus und rechteckig abschließendem Chor. Statuen der Maria und des heiligen Mauritius stehen auf zwei freien Säulen. Der Turm wurde allerdings nach einem Brand 1726 neu erbaut und 1765 in schieferverkleidetem Fachwerk weitergeführt. Aus dem 12. Jahrhundert stammt ein versteckter, romanischer Kreuzgang.

Roemer- und Pelizaeus-Museum & Stadtarchiv
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Roemer- und Pelizaeus-Museum

Roemer- und Pelizaeus-Museum Dank der Initiative Hildesheimer Bürger wurde 1844 das Roemer-Museum gegründet. Die Gründung des Pelizaeus-Museums folgte erst 1911. Die Namen gehen auf die Stifter zurück. Die beiden Museen wurden zusammengelegt und können seitdem mit ihren Beständen die Geschichte der Welt in Sammlungen zur Völkerkunde, Naturkunde, Kunst und Kulturgeschichte reflektieren. Zu den in Europa bedeutendsten gehören die Alt-Peru- und Ägypten-Sammlungen. Durch Sonderausstellungen hat sich das Museum überregionales Ansehen erworben.

Stadtarchiv Hildesheim

Stadtarchiv "Am Steine" liegt etwas zurückgesetzt das im Barockstil gehaltene ehemalige "Haus der Landschaften". Es wurde 1715 als Sitz der Stände des ehemaligen Fürstentums Hildesheims gebaut. Nach seiner Zerstörung wurde es 1970 - 1974 wieder aufgebaut und dient seitdem als Stadtarchiv, das alte Urkunden, Amtsbücher und Akten aus dem 14. Jahrhundert und alle seit 1705 laufenden Zeitungen beherbergt und eine wissenschaftliche Bibliothek aufweist.

Stadttheater
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Stadttheater

Stadttheater Es verdankt seine Entstehung den Bürgern der Stadt, die den Bau 1909 über eine Aktiengesellschaft finanzierten. Max Littmann entworf 1908 die Pläne. Über dem Tympanon des Portals steht der Schillerspruch:

Der Menschheit Würde ist in Eure Hände gegeben.
Bewahret sie.
Sie sinkt mit Euch, mit Euch wird sie sich erheben.

Das Aufführungsprogramm umfasst Schauspiel, Oper, Operette, Ballett, Konzert und Musical.

Weitere Infos unter: www.tfn-online.de

Zur virtuellen Erkundung der Stadt Hildesheims einfach mit der Maus über die mit einem roten Punkt markierten Sehenswürdigkeiten fahren. Für weiterführende Informationen den gewünschten Punkt anklicken.

Eine Karte mit Sehenswürdigkeiten aus dem Hildesheimer Landkreis folgt demnächst, zudem werden weitere Sehenswürdigkeiten unserer schönen Stadt folgen.

Kartenmaterial basierend auf Open Street Map
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