

Hildesheim/Kreis Hildesheim (cccp). Graues Papier, öde Texte und die Behauptung sie sei unabhängig, so sieht man sie oft im Altpapier – die Rede ist von der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung. Alle Jubeljahre bedarf es eines Platzhalters, hier Seite 17 oben links, der mit dem ewigen Einerlei über die BfZ gefüllt wird. Zwar soll es keinerlei strafbare Inhalte in den Flugblättern dieser Bürgerinitiative geben, dennoch wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet. Eigentlich ist das recht nahe liegend, denn welche anderen Befugnisse und Aufgaben soll der Verfassungsschutz auch sonst haben?
Doch was ist noch alles Wunderliches dem Blatt zu entnehmen? Hier wird von einer „selbst ernannten“ Bürgerinitiative gesprochen. Da drängt sich doch förmlich die Frage auf, wer eigentlich befugt ist Bürgerinitiativen zu ernennen? Ist es die HAZ, der Verfassungsschutz, der Bürger- oder Initiativenmeister? Fragen, die sich vermutlich nicht so schnell beantworten lassen. Schnell beantworten kann aber der Verfassungsschutz die Ausrichtung dieser Initiative, die sei nämlich eine Kameradschaft. Die Frage nach dem „Warum“ bleibt dabei natürlich ungeklärt. Die plausible Antwort: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Und wie gemein! Da fordert diese Bürgerkameradeninitiativenschaft doch tatsächlich die Abschiebung von kriminellen Ausländern! Total doof und fremdenfeindlich! Daß da natürlich die niedersächsische Verfassung bedroht ist, versteht sich von selbst – doch dafür haben wir ihn ja: Unseren Verfassungsschutz. Und der hat auch gleich gute Praxistipps: In die braune Tonne gehört der Flyer! Eine Aufforderung, die verwirrte Gutmenschen nach braunen Abfalltonnen suchen lassen könnte, wobei den Schlaueren zuzutrauen ist, daß sie die Faltblätter mit den grünen Wiesen und dem blauen Himmel in Braunglastonnen versenken könnten.
Doch Vorsicht!
Aus schmierigen Geheimdienstkreisen ist bereits durchgesickert, daß einige Bürger Hildesheims die HAZ lesen würden, dies sei zwar nicht strafbar, würde aber trotzdem sorgsam beobachtet.