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Demonstrationen >> Trauermarsch in Dresden 11.02.2006
Demo Dresden Wir sind ein wenig mit gemischten Gefühlen nach Dresden gefahren, was die Anzahl der möglichen Teilnehmer betraf. Zum einen schon hinsichtlich der Tatsache, dass es sich letztes Jahr um einen „runden“ Jahrestag handelte und zum anderen war das Medieninteresse aufgrund des Einzuges der NPD in den sächsischen Landtag im letzten Jahr um ein vielfaches höher. Doch unsere Bedenken waren fehl am Platze, die Schätzungen gehen von 4200 (Christian Worch) über 5000 (Aktionsbüro Norddeutschland) und 6000 (NPD) bis zu 8000 (Junge Landsmannschaft Ostpreussen, Veranstalter) und auch die Zahl 10000 wurde von einigen Busfahrern genannt. Wir denken die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Das die Zahlen so stark differieren liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass wir nicht mehr in geordneten Blöcken marschieren durften und so das Zählen erschwert wurde.

Nun aber zum eigentlichen Trauermarsch. Unser Sammelort war dieses Jahr auf dem Platz vor dem sächsischen Landtag. Die Menge der anwesenden Kameraden aus ganz Europa war wirklich beeindruckend. Die Veranstalter hatten auch für das leibliche Wohl und Toilettenhäuschen gesorgt, was ja nicht unbedingt auf jeder großen Veranstaltung Gang und Gäbe ist. Zu Beginn der Auftaktkundgebung wurden zuerst vom Veranstalter die üblichen Auflagen verlesen, danach folgte ein Redebeitrag vom NPD-Parteivorsitzenden Udo Voigt, nicht glänzend aber absolut in Ordnung. Danach folgte der DVU-Spitzenkandidat in Sachsen Anhalt, Ingmar Knoop, der seine Redemöglichkeit zu purer Partei- und Wahlwerbung missbrauchte, wir stellen uns an dieser Stelle die Frage ob dieser Mann sich wirklich vor Augen geführt hat, auf was für einer Veranstaltung er dort spricht und das an dieser Stelle Parteienwerbung jeglicher Art fehl am Platze ist! Es folgten noch Grußworte von Kameraden aus Portugal, der Schweiz und Österreich, wobei die kurze und prägnante Rede eines Kameraden aus der Ostmark besonders zu begeistern wusste.

Im Anschluß wurde versucht langsam den Trauerzug zu formieren, was bei der Menge der Teilnehmer nicht unbedingt einfach war. Unser Block reihte sich etwa in der Mitte des Zuges ein und als man die ersten 500 Meter marschiert war und vor sich auf der Brücke keinen Anfang und hinter sich kein Ende mehr zu erkennen konnte, verschlug es uns fast den Atem. Es war ein nicht enden wollendes Meer aus Fahnen und Transparenten.

Bis auf einige kurze Zwischenstopps die bei einer Formationslänge von fast drei Kilometern sicherlich normal sind, gab es bis zur Augustusbrücke keinerlei Störungen. Es erschienen am Rande nur sehr vereinzelt einige Rotfaschisten und Gutmenschen, die von den Teilnehmern des Marsches keines Blickes und keiner Reaktion gewürdigt wurden.

Demo Dresden Als unser Trauermarsch dann die Augustusbrücke erreicht hatte (wir im mittleren Teil wussten zu diesem Zeitpunkt nicht wo sich die Spitze des Zuges befindet) wurde unser Zug vorerst von der Polizei gestoppt und es hieß für uns erst einmal warten. Nach einer dreiviertel Stunde des ergebnislosen Wartens in Eis und Schnee wurden die ersten Teilnehmer im Zug unruhig (auf die Abläufe „außerhalb“ des Zuges wird in der Stellungnahme am Ende des Berichtes noch genauer eingegangen). Trotz mehrerer Ankündigungen der Versammlungsleitung, daß die Polizei die Brücke jetzt räumen würde und ein Ultimatum für die Räumung gestellt worden sei, wurde nach einer weiteren dreiviertel Stunde doch der Rückweg auf der schon absolvierten Strecke angetreten. Der Weg zurück zum Platz vor den sächsischen Landtag verlief diszipliniert und ohne Störungen. Aufgrund den unten in der Stellungnahme genannten Vorfällen konnte wir leider nicht mehr an der Abschlusskundgebung teilnehmen. Trotzt allem konnten wir in Dresden ein eindrucksvolles Fanal für die 250.000 Toten der Dresdner Bobenangriffe am 13.02.1945 setzten. Auch aufgrund der großen Teilnehmerzahl kann sich jeder nationale Aktivist den Trauermarsch in Dresden fest in seinen Jahrweiser eintragen. Und auch auf dem Trauermarsch im Jahr 2007 werden wir dabei sein!

Hier noch einige Hintergründe und eine persönliche Stellungnahme zu den Vorfällen in Dresden:

Ich bin auch garantiert kein Verfechter der „Black Block“ oder AN Strategie und halte diese eher für kontraproduktiv, aber wenn man sich vor Augen führt, daß Dresden die zweite Großveranstaltung nach Halbe war, die durch ein zahlenmäßig weit unterlegenes „Bündnis“ aus Gutmenschen und Rotfaschisten durch eine Sitzblockaden gestoppt wurde, sollte man doch angesichts dieser Entwicklung Konsequenzen ziehen. Sicherlich ist es immer wichtig besonnen zu bleiben, aber es ist ebenso wichtig, daß derartige Entwicklungen unterbunden werden. Richtig ist auch, dass es sich in Dresden um einen Trauermarsch handelte und man unter diesem Aspekt noch besonnener über sein Vorgehen nachdenken sollte. Aber auch die Veranstalter sollten in solchen Situationen bei der Verhandlung mit der Polizeieinsatzleitung kompromissloser sein, so in die Richtung, daß gedroht wird die Versammlung an Ort und Stelle aufzulösen. Ein solches Szenario wäre durch die Polizei nicht mehr kontrollierbar. Trotzdem sind alle Kameraden bis zu dem Zeitpunkt als sich die Blockade schon fast eine Stunde lang hinzog absolut diszipliniert geblieben. Erst danach wurde spontan nach Alternativen gesucht und versucht die Polizeiketten zu durchbrechen und es wäre auch definitiv möglich gewesen, wenn man konsequenter aufgetreten wäre. Am Anfang waren an der ersten Brücke, an der versucht wurde durchzubrechen 2 Reihen mit Polizisten (ungefähr 30 Mann), bei denen man Panik feststellen konnte, was sich auch an dem panischen Funkverhalten sehen ließ. „Situation nicht mehr beherrschbar! Unbedingt Verstärkung! Können die Brücke nicht halten!“ so und ähnlich wurde in die Funkgeräte gebrüllt. Am Ende der Brücke standen mehrere Einsatzfahrzeuge und 2 Wasserwerfer der Polizei. Auf der Mitte der Brücke sickerten nach und nach immer mehr Linksfaschisten durch und am Anfang der Brücke war ein größeres freies Areal. Die Blockade der Polizei aus Fahrzeugen und einigen Einsatzkräften befand sich an der Ecke Augustusbrücke/Terrassenufer. Als dann immer mehr Kameraden auf den Platz am Anfang der Augustusbrücke durchkamen und schon Formation aufnahmen, schließlich schon dabei waren auf die Augustusbrücke zu marschieren, nahmen die in der Mitte der Brücke stehenden Linksfaschisten die Beine in die Hand und die Polizei versuchte in Panik den Marsch auf die Augustusbrücke zu unterbinden. Spätestens jetzt wäre es an der Polizei gewesen den Weg freizugeben, doch diese verstellte lieber den uns gerichtlich genehmigten Weg, als die letzten Rotfaschisten zu vertreiben.

Demo Dresden Wir sind aus Hannover und Schaumburg mit 2 Bussen nach Dresden gefahren. Als wir uns nach Ende der Versammlung trafen, teilte uns ein bei uns mitreisender Kamerad per Mobiltelefon mit, daß er während der Veranstaltung von der Polizei verhaftet worden war. Daraufhin wurden die auf den Busparkplätzen stationierten Polizeibeamten angesprochen und gefragt auf welcher Polizeiwache der Kamerad sei und wie lange sich die Sache hinziehen würde. Die Polizeibeamten waren nicht kooperationsbereit. Daraufhin hieß es für unsere 2 Busbesatzungen „absitzen“ und in geordneten 4er Aufstellung nehmen, um auf die Situation des Kameraden in der Polizeiwache an der Frauenkirche aufmerksam zu machen. Auf dem Weg zur Polizeiwache kamen wir an etlichen verdutzen Polizeibeamten vorbei, die aber ganz offensichtlich „keinen Auftrag“ hatten und uns weiter durch die Dresdner Altstadt marschieren ließen. Während des Marsches zur Polizeiwache wurden mehrfach Parolen wie „Freiheit für alle Nationalisten“ skandiert, um auf die Inhaftierung des Kameraden aufmerksam zu machen. Unser Weg führte uns auch direkt an der Bühne „Meile der Demokratie“ entlang wo gerade irgendeine „Antifa-Band“ vor ca. 150 Zuschauern spielte. Im ersten Moment sah es so aus, als die Anwesenden unsere Parolen hörten, daß eine Konfrontation gesucht werden würde, als sie jedoch merkten, daß immer mehr Kameraden um die Ecke kamen, rannten sie wie die Hasen. Der Sänger auf der Bühne war vollendens Verlegen und hat nur noch nicht mehr zusammenhängendes Zeugs gefaselt. Auf jeden Fall war diese „Meile“ eine Belustigung erster Güte und zeigt wie sehr es um den Aktionsdrang der Antifa bestellt ist, wenn man nicht mindestens in dreifacher Personenzahl aufeinander trifft. Vor dem Polizeirevier an der Frauenkirche angekommen wurde lautstark die Herausgabe des Kameraden gefordert. Auf einmal zeigte sich die Polizei weitaus kooperationsfreudiger und sagte uns zu sich um eine schnelle Entlassung des Kameraden zu kümmern. Sie sorgte auch dafür, dass unsere Busse mit Polizeischutz an die Wache herangeführt wurden. Nach etwa einer Stunde wurde der Kamerad entlassen und wir konnten uns auf die Rückreise machen.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


Mit freundlicher Genehmigung der Kameradschaft 73 aus Celle

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