Henriks Welt

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Sagen >> Von den Zwölften
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RauhnachtDie 12 Nächte vom 1. Weihnachtstag bis zum 6. Januar waren die Geister- und Totenzeit, dann jagte der wilde Jäger durch die Lüfte. In dieser Zeit durfte keine Hausfrau die Wäsche haben oder gar die gewaschenen Stücke zum Trocknen auf die Leine hängen. Es würde ihrer Familie im kommenden Jahr Unglück bringen.

In Ahrbergen durfte man keine Milchsetten, Butterfässer und Töpfe während der Nächte draußen lassen. In Söh1de glaubte man, wenn in dieser Zeit die Viehställe gemistet würden, käme es zu Krankheiten der Tiere. In Ruthe hieß es: „Wer in den Twölften messet, dä raket 'en Veih dat Fleisch. von'n Baste“. Auch das Strümpfestopfen war verboten, sonst „naht man den Häunern dat Leggelock tau." Wer in diesen Tagen Erbsen oder Bohnen ißt, bekommt „Schörwe" (Schörfe). Wer aber erreichen will, daß im kommenden Jahr die Obstbäume reiche Frucht tragen, bindet am Neujahrstag ein Strohseil um die Stämme. Wichtig ist, daß man in diesen Tagen auf die Witterung achtet. Wie das Wetter am 1. Weihnachtstag ist, so wird es im Monat März werden. (Der März war einstmals der erste Monat des Jahres, der 2. Weihnachtstag entspricht dem April usw.). In Hönnersum gab es einen Zwölf-Nächte-Stein.

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