
Nach langem Ringen um den nötigen Bauplatz, die Finanzierung und den Standort ist es nun soweit. Der Wiederaufbau eines wegen seiner ungewöhnlichen Bauweise sehr berühmten und durch den Bomben-Terror auf die Hildesheimer Innenstadt im Zweiten Weltkrieg zerstörten Hildesheimer Sehenswürdigkeiten hat begonnen. Leider konnte man sich nicht dazu durchringen im gleichen Atemzug auch die Fassade des benachbarten Pfeilerhauses zu restaurieren, da dieses mit dem Umgestülpten Zuckerhut ein schönes Fachwerkensemble einging. Nur steht der Betonbau des Pfeilerhauses aus den 50er Jahren unter Denkmalschutz und bleibt demnach erhalten. Durch eine Glasfuge sollen nun Umgestülpter Zuckerhut und Pfeilerhaus miteinander verbunden werden. Als weitere Änderung zum historischen Original soll der Zuckerhut im Ergdeschoss eine Glasfassade bekommen und künftig als Café dienen. Ob dies zu dieser Nutzung unbedingt notwendig ist, darf zumindest bezweifelt werden.
Nichtsdestotrotz gewinnt Hildesheim mit der Wiedererrichtung des Umgestülpten Zuckerhuts an seinem historisch angestammten Platz am Andreasplatz eine wichtiges Stück Geschichte zurück und einen weiteren touristischen Höhepunkt dazu. Mit diesem Artikel wollen wir einen Überblick über den Fortschritt des Wiederaufbaus geben und zudem auch allen Nicht-Hildesheimern ermöglichen an diesem historischen Ereignis teilzuhaben.
Die Baugrube wird ausgehoben.
Das Fundament ist gegossen (im Hintergrund ist noch der Schmuck-Pavillion zu erkennen, der demnächst dem wiederaufgebauten Zuckerhut wird weichen müssen).
Der Bewehrungsstahl wird installiert.
Der Bewehrungsstahl ist mit Beton ausgegossen.
Die Verschalung für den Betonguss ist fertig.
Der Grundriss ist bereits zu erkennen.
Rumdherum wurde mit Kies aufgefüllt.
Das Fachwerk des Erdgeschosses steht.
Weitere Zwischenbalken kommen hinzu.
Der Bau ist eingerüstet.
Nachdem aufgrund der klirrenden Kälte zur Vorweihnachtszeit der Wiederaufbau ins Stocken geriet, wird nun mit dem Ausbau der zweiten Etage fortgefahren.
Der starke Schneefall seit dem Jahreswechsel hat die Bauarbeiten weiter beeinträchtigt. So wurde das auf den 23. Januar angesetzte Richtfest auf unbestimmte Zeit verschoben.
Trotz der anhaltenden Winterkälte konnte nun bei zwischenzeitlich leichtem Tauwetter mit dem Ausbau des zweiten Obergeschosses fortgesetzt werden.
Die Zimmermänner trotzen weiterhin dem wieder angezogenen Frost und konnten mit der Errichtung der Dachkonstruktion beginnen. Noch versteckt diese sich jedoch unter einer Plane.
Wegen der Kälte geht es mal wieder langsam voran.
Das Richtfest wurde am 03.02.2010 um 14:00 Uhr gefeiert. Aufgrund der sehr kurzfristigen Ankündigung konnten wir leider nicht selber an diesen Feierlichkeiten teilnehmen. Einen Tag später ist der Bau bereits wieder eingerüstet (gute Bilder des für das Richtfest freigelegten Rohbaus sind hier zu sehen).
Nach dem Richtfest geht nun der Ausbau weiter.
Der Bau schreitet aufgrund der anhaltenden Kälte nur langsam am Dach voran.
Auf wenn sich seit den letzten Aufnahmen nicht viel verändert hat, so präsentiert sich der Rohbau seit langem wieder in strahlendem Sonnenschein.
Der Dachausbau geht weiter, wenn auch langsam.
Die Gefache werden geschlossen und erste Dachziegel liegen auf dem Dach.
Das Dach ist weiter gedeckt und weitere Gefache geschlossen.
Das Dach ist fast fertig gedeckt und die Gefache so gut wie vollständig geschlossen.
Die Handwerker sind fleißig am Arbeiten und haben Teile der Dachkanten bereits mit Schieferplatten verkleidet.
Das fast fertige Dach erstrahlt im Sonnenschein.
Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 17.04.2010 berichtete, plant die Hildesheimer Altstadtgilde bereits die nächsten Projekte für nach dem Zuckerhutwiederaufbau. Eventuell kommt hierbei der Wiederaufbau des Kehrwieder-Denkmals mit der Hildesheimer Jungfrau, der Hildesia, auf dem Angoulêmeplatz in Betracht. Auch dieses Denkmal wurde, wie auch der Zuckerhut, am 22. März 1945 durch alliierten Bombenterror zerstört. Es blieben nichtmal mehr einzelne Trümmerteile des Sockels übrig. → Artikel zur Sage über die Hildesheimer Jungfer
Das Baugerüst ist abgebaut und das Holz lasiert.
Das Baugerüst ist wieder aufgebaut.
Die Gefache werden weiter aufgefüllt.
Die Glasscheiben im Ergeschoss sind eingesetzt und die Gefache zum Großteil grau verputzt.
Die sehr schönen beschlagenen Fenster sind eingesetzt.
Blick auf die Baustelle vom St.-Andreas-Kirchturm.
Das Gerüst Richtung Andreasplatz ist abgebaut.
Abschließende Erdarbeiten werden durchgeführt.
Endlich steht mit Sonnabend, dem 25.09.2010, der Termin für die Einweihungsfeier des Umgestülpten Zuckerhuts fest. Wir werden selbstverständlich vor Ort sein und dann auch Bilder aus dem Inneren des Zuckerhuts liefern.