
Nach langem Ringen um den nötigen Bauplatz, die Finanzierung und den Standort ist es nun soweit. Der Wiederaufbau eines wegen seiner ungewöhnlichen Bauweise sehr berühmten und durch den Bomben-Terror auf die Hildesheimer Innenstadt im Zweiten Weltkrieg zerstörten Hildesheimer Sehenswürdigkeiten hat begonnen. Leider konnte man sich nicht dazu durchringen im gleichen Atemzug auch die Fassade des benachbarten Pfeilerhauses zu restaurieren, da dieses mit dem Umgestülpten Zuckerhut ein schönes Fachwerkensemble einging. Nur steht der Betonbau des Pfeilerhauses aus den 50er Jahren unter Denkmalschutz und bleibt demnach erhalten. Durch eine Glasfuge sollen nun Umgestülpter Zuckerhut und Pfeilerhaus miteinander verbunden werden. Als weitere Änderung zum historischen Original soll der Zuckerhut im Ergdeschoss eine Glasfassade bekommen und künftig als Café dienen. Ob dies zu dieser Nutzung unbedingt notwendig ist, darf zumindest bezweifelt werden.
Nichtsdestotrotz gewinnt Hildesheim mit der Wiedererrichtung des Umgestülpten Zuckerhuts an seinem historisch angestammten Platz am Andreasplatz eine wichtiges Stück Geschichte zurück und einen weiteren touristischen Höhepunkt dazu. Mit diesem Artikel wollen wir einen Überblick über den Fortschritt des Wiederaufbaus geben und zudem auch allen Nicht-Hildesheimern ermöglichen an diesem historischen Ereignis teilzuhaben.
Am Freitag, dem 08.10.2010, war es nun endlich soweit! Nach mehr als einem verschobenen Termin, nun die langersehnte Einweihungsfeier des umgestülpten Zuckerhutes. Einige hundert Besucher fanden sich bei schönstem Wetter im Schatten der Andreaskirche vor dem fertiggestellten Baudenkmal ein. Diverse geladene Gäste und Stadtbekanntheiten hielten Dankesreden an Heinz Geyer, den Macher des Projektes. Unter ihnen auch Superintendant Helmut Aßmann, Oldwig Jancke, Finanzminister Hartmut Möllring und Oberbürgermeister Kurt Machens, der den Zuckerhut als "süßestes Fachwerkhaus der Welt bezeichnete" und Hildesheim als "arm aber sexy" betitelte. Zu allgemeinem Wohlbefinden wurden Bier und Bratwurst verkauft und der Fanfarenzug Luirsburg trompetete aus den Fenstern des Umgestülpten Zuckerhutes.
Bagger und Bauzaun statt Bürgerfest. Der Termin für die Einweihungsfeier wurde mal wieder verlegt. Der neue Termin ist nun Freitag, der 08. Oktober 2010 um 15:00 Uhr.
Innenausbau und die Verlegung der Wasserleitungen gehen voran.
Hier noch die Tafel mit dem alten Einweihungstermin, welche jedoch wieder verschoben werden musste (siehe unten).
Abschließende Erdarbeiten werden durchgeführt.
Das Gerüst Richtung Andreasplatz ist abgebaut.
Blick auf die Baustelle vom St.-Andreas-Kirchturm.
Die sehr schönen beschlagenen Fenster sind eingesetzt.
Die Glasscheiben im Ergeschoss sind eingesetzt und die Gefache zum Großteil grau verputzt.
Die Gefache werden weiter aufgefüllt.
Das Baugerüst ist wieder aufgebaut.
Das Baugerüst ist abgebaut und das Holz lasiert.
Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 17.04.2010 berichtete, plant die Hildesheimer Altstadtgilde bereits die nächsten Projekte für nach dem Zuckerhutwiederaufbau. Eventuell kommt hierbei der Wiederaufbau des Kehrwieder-Denkmals mit der Hildesheimer Jungfrau, der Hildesia, auf dem Angoulêmeplatz in Betracht. Auch dieses Denkmal wurde, wie auch der Zuckerhut, am 22. März 1945 durch alliierten Bombenterror zerstört. Es blieben nichtmal mehr einzelne Trümmerteile des Sockels übrig. → Artikel zur Sage über die Hildesheimer Jungfer
Das fast fertige Dach erstrahlt im Sonnenschein.
Die Handwerker sind fleißig am Arbeiten und haben Teile der Dachkanten bereits mit Schieferplatten verkleidet.
Das Dach ist fast fertig gedeckt und die Gefache so gut wie vollständig geschlossen.
Das Dach ist weiter gedeckt und weitere Gefache geschlossen.
Die Gefache werden geschlossen und erste Dachziegel liegen auf dem Dach.
Der Dachausbau geht weiter, wenn auch langsam.
Auf wenn sich seit den letzten Aufnahmen nicht viel verändert hat, so präsentiert sich der Rohbau seit langem wieder in strahlendem Sonnenschein.
Der Bau schreitet aufgrund der anhaltenden Kälte nur langsam am Dach voran.
Nach dem Richtfest geht nun der Ausbau weiter.
Das Richtfest wurde am 03.02.2010 um 14:00 Uhr gefeiert. Aufgrund der sehr kurzfristigen Ankündigung konnten wir leider nicht selber an diesen Feierlichkeiten teilnehmen. Einen Tag später ist der Bau bereits wieder eingerüstet (gute Bilder des für das Richtfest freigelegten Rohbaus sind hier zu sehen).
Wegen der Kälte geht es mal wieder langsam voran.
Die Zimmermänner trotzen weiterhin dem wieder angezogenen Frost und konnten mit der Errichtung der Dachkonstruktion beginnen. Noch versteckt diese sich jedoch unter einer Plane.
Trotz der anhaltenden Winterkälte konnte nun bei zwischenzeitlich leichtem Tauwetter mit dem Ausbau des zweiten Obergeschosses fortgesetzt werden.
Der starke Schneefall seit dem Jahreswechsel hat die Bauarbeiten weiter beeinträchtigt. So wurde das auf den 23. Januar angesetzte Richtfest auf unbestimmte Zeit verschoben.
Nachdem aufgrund der klirrenden Kälte zur Vorweihnachtszeit der Wiederaufbau ins Stocken geriet, wird nun mit dem Ausbau der zweiten Etage fortgefahren.
Der Bau ist eingerüstet.
Weitere Zwischenbalken kommen hinzu.
Das Fachwerk des Erdgeschosses steht.
Rumdherum wurde mit Kies aufgefüllt.
Der Grundriss ist bereits zu erkennen.
Die Verschalung für den Betonguss ist fertig.
Der Bewehrungsstahl ist mit Beton ausgegossen.
Der Bewehrungsstahl wird installiert.
Das Fundament ist gegossen (im Hintergrund ist noch der Schmuck-Pavillion zu erkennen, der demnächst dem wiederaufgebauten Zuckerhut wird weichen müssen).
Die Baugrube wird ausgehoben.